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01.10.2015 // KBV

Teilnahme an Terminservicestellen vorläufig freiwillig

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) setzt bei der Vorgabe des Versorgungsstärkungsgesetzes, Terminservicestellen einzurichten, auf das Prinzip der Freilligkeit. Laut Gesetz soll bis zum 23. Januar 2016 bei jeder Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine derartige Servicestelle ihre Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf binnen vier Wochen einen Facharzttermin zu vermitteln.

Dazu präsentierte die KBV nun Umsetzungsangebote, die die einzelnen KVen nutzen können, wenn sie nicht eigene Lösungen anstreben. Die Vorgehensweise ist dabei grundsätzlich gleich: Die Fachärzte sollen ihre freien Termine online anmelden können, worauf die Servicestellen für die Terminvermittlung dann zurückgreifen können. Geplant ist dazu eine eigene Software, die in die Praxisverwaltungssysteme (PVS) integriert werden soll. Da dies jedoch nicht bis zum gesetzlich vorgegeben Termin umgesetzt werden kann, soll es bis dahin eine Übergangslösung geben. Auf der Internetseite meinfacharzttermin.de, die Mitte Januar starten soll, können Fachärzte – ebenfalls freiwillig – in einem geschlossenen Bereich ihre freien Termine ins System eingeben, die dann von den Terminservicestellen vermittelt werden können. Patienten haben auf das System keinen Zugriff.

Dreh- und Angelpunkt beider Verfahren ist der Code, mit dem die Patienten die Dringlichkeit nachweisen sollen. Im angestrebten Verfahren über die PVS wird der Code auf den Überweisungsschein gedruckt. Auf meinfacharzttermin.de können überweisende Ärzte dazu einen Sticker mit dem Code erstellen, der auf den Überweisungsschein geklebt wird.

Das Angebot der KBV sei eine "Lösung, die den gesetzlichen Auftrag umsetze und die Belästigungen in Grenzen halte", sagte Gassen. Er gehe davon aus, dass nach Start des Terminservices genügend Kollegen freie Termine melden werden, um damit auch die Nachfrage der Patienten zu befriedigen. Andeernfalls werde das System der Freiwilligkeit überprüft werden müssen. (stp)

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