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29.04.2016 // Tarifeinigung für Pflegepersonal an Charité

Verdi erzwingt erstmals feste Personalschlüssel

Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit der Berliner Charité nach dreijährigen Verhandlungen auf einen Tarifvertrag geeinigt, der eine Mindestzahl an besetzten Stellen vorschreibt. Es ist der bundesweit erste Tarifvertrag dieser Art mit einer Klinik, gesetzliche Vorgaben gibt es nicht. Medienberichten zufolge wird die Charité nun 220 neue Pflegekräfte einstellen.

Konkret sieht die Einigung vor, dass auf eine Pflegekraft auf einer Intensivstation im Schnitt zwei Patienten pro Schicht kommen. Bislang waren es bis zu fünf Patienten. Auf den Normalstationen soll es keine festen Personalschlüssel geben sondern ein Verfahren gelten, wonach eine Pflegekraft sieben bis zehn statt wie bisher bis zu zwölf Patienten pro Schicht versorgt. Der Nachtdienst wird insgesamt um 40 Vollzeitstellen aufgestockt.

Verdi hatte in dem Tarifstreit vorrangig eine Mindestbesetzung auf den Intensivstationen gefordert, Lohnerhöhungen standen dabei eher im Hintergrund. Die Charité lehnte diese Forderung unter anderem deshalb ab, weil die für die Personalkosten zuständigen Krankenkassen nicht mehr Geld in Aussicht gestellt haben. (stp)

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