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16.09.2016 // Telemedizin

Vereinbarung zu technischen Anforderungen an Telekonsile

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich auf ein technisches Verfahren zur telemedizinischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen geeinigt. Die Vereinbarung, die ab April 2017 gelten soll, regelt unter anderem die Anforderungen an den Kommunikationsdienst zur Datenübermittlung.

So muss die Nachricht „Ende-zu-Ende“ verschlüsselt sein. Sender und Empfänger müssen eindeutig identifizierbar sein und neben dem Bild auch Informationen zur Anamnese übertragen werden können. Weiterhin sieht die Vereinbarung vor, dass die Bilder nach der Übertragung noch die Standards der Qualitätssicherung erfüllen müssen.

Grundsätzlich sollen Telekonsile nur von Vertragsärzten veranlasst oder durchgeführt werden dürfen, die eine entsprechende Genehmigung zur Durchführung von Röntgen- und/oder CT-Untersuchungen haben und über die entsprechenden apparativen Voraussetzungen zur Befundung verfügen. Für die Übermittlung der zu beurteilenden Röntgenbilder und die Befundbeurteilung durch den Konsiliararzt ist vorgesehen, dass der Patient vorab seine schriftliche Einwilligung erteilen muss. Der Konsiliararzt muss den Befund dann spätestens drei Werktage, nachdem der Auftrag eingegangen ist, an den behandelnden Arzt übermitteln.

Hintergrund der Verhandlungen ist eine Regelung im E-Health-Gesetz. Demnach sollen ab 1. April 2017 Telekonsile zwischen Ärzten bei der Befundbeurteilung von Röntgen- und CT-Aufnahmen vergütet werden. Mit der nun getroffenen Vereinbarung – die noch unter dem Vorbehalt der möglichen Beanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium steht – haben KBV und Kassen zunächst die Anforderungen an die technischen Verfahren festgelegt. Entsprechend wollen KBV und Kassenverband im Bewertungsausschuss noch bis Ende dieses Jahres entsprechende Anpassungen im EBM zur Vergütung der neuen Leistungen verhandeln. (stp)

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