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06.06.2018 // Gemeinsames Modellprojekt von GKV und PKV

Vivy – die elektronische und mobile Gesundheitsakte

Ein Konsortium aus mehr als 90 privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen hat seine Applikation für eine digitale Gesundheitsakte vorgestellt. Zentrales Element der vorgestellten elektronischen Gesundheitsakte ist eine App namens Vivy, die vom gleichnamigen Berliner IT-Unternehmen entwickelt wurde. Versicherte können über diese App Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten oder Impfungen speichern. Die Daten werden verschlüsselt auf einem zentralen Server in Deutschland abgelegt. Zugriff hat nur der Versicherte per PIN-Eingabe, die elektronische Gesundheitskarte ist nicht nötig. Bei Verlust des Schlüssels sind auch die gesammelten Daten verloren. Einen Ersatzschlüssel gibt es nicht. Allein der Versicherte bestimmt bei dieser Gesundheitsakte, welche Informationen abgespeichert werden. Um die App zu füllen, kann er beispielsweise seinen Arzt oder eine Klinik bitten, Befunde per Mail oder Fax an das Vivy-System zu schicken. Umgekehrt kann der Versicherte einem Arzt den Zugriff auf abgespeicherte Informationen zu erlauben. Dafür bekommt der Mediziner einen gesicherten Link zugeschickt, unter dem er das Dokument dann herunterladen kann. In die App integriert ist ein Gesundheitsassistent, wie Firmenchef Christian Rebernik erläuterte. Die App erinnert an die Medikamenteneinnahme oder an Arzt- und Impftermine, warnt vor Wechselwirkungen bei Arzneimitteln oder gibt Hinweise zur gesunden Lebensführung. Dazu können auch Daten von Fitness-Trackern eingespielt werden.

Zusammen versichern die Kassen, darunter die Allianz als Privatversicherung sowie große gesetzliche Anbieter wie die DAK, die IKK Classic oder die Betriebskrankenkasse der Bahn 25 Millionen Kunden. Zuvor hatten bereits der Marktführer TK sowie die Allgemeinen Ortskrankenkassen Modellprojekte für eigene Gesundheitsakten angeleiert. Damit fehlen nur noch große Kassen wie die Barmer oder die KKH.

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