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19.09.2017 // Notfallversorgung

VKD: Sicherstellungsauftrag auf Kliniken übertragen

Der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Josef Düllings, hat im Vorfeld der Bundestagswahl ein Umdenken bei der Politik gefordert. So gehöre das bisherige System der Notfallversorgung in der kommenden Legislaturperiode als eines der ersten auf den Prüfstand, sagte Düllings im Rahmen der diesjährigen Biersdorfer Krankenhaus Management Gespräche. Er forderte, den Sicherstellungsauftrag bei der Notfallversorgung von den Kassenärztlichen Vereinigungen auf die Krankenhäuser zu übertragen, einschließlich der notwendigen Finanzierung. „Wenn die Rechtslage nicht mehr zur Versorgungswirklichkeit passt, muss sie geändert werden“, so Düllings.

Grundsätzlich forderte Düllings ein „Zukunftskonzept Deutsches Krankenhaus“, das von Bund und Ländern getragen werden und endlich mit der Lösung der Grundsatzprobleme beginnen müsse. So sei auch das System der Investitionsfinanzierung der Kliniken durch die Länder nicht mehr zeitgemäß. Zwar müsse zum einen das Investitionsniveau deutlich angehoben werden. Zum anderen sei aber auch ein moderierter Strukturwandel unter Beachtung regionaler Versorgungsnotwendigkeiten nötig. Der VKD erwartet in diesem Zusammenhang zudem eine Investitionsoffensive des Bundes zur Schaffung einer digitalen Infrastruktur im Klinikbereich. „Andere Länder, wie etwa die USA, haben erkannt, dass dies, als öffentliche Aufgabe wahrgenommen, zu einem Quantensprung in der Patientenversorgung führt“, so Düllings

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