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14.10.2016 // Schätzerkreis

Voraussichtlich keine Erhöhung der Kassenbeiträge in 2017

Der Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt geht von stagnierenden Zusatzbeiträgen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus. Laut einer offiziellen Prognose für das Jahr 2017 kann der Gesundheitsfonds mit Einnahmen in Höhe von 229,3 Milliarden Euro rechnen. Darin ist der Bundeszuschuss mit 14,5 Milliarden Euro enthalten. Dem stehen der Schätzung zufolge Ausgaben in Höhe von 229,1 Milliarden Euro gegenüber. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) muss den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz noch rechtswirksam festlegen. Es wird erwartet, dass sich das Ministerium an der Prognose orientiert.

Derzeit liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,1 Prozent. Ihn müssen Arbeitnehmer allein tragen, er kommt zum allgemeinen paritätisch finanzierten Beitrag von 14,6 Prozent – der künftig unverändert bleiben soll – hinzu. Der durchschnittliche GKV-Beitrag liegt damit bei 15,7 Prozent vom Einkommen. Davon unbenommen können einzelne Kassen bei ihren Mitgliedern höhere oder niedrigere Zusatzbeiträge erheben. Dies soll den Wettbewerb zwischen den Kassen um die bessere Qualität fördern.

Dem Schätzerkreis gehören Fachleute des BMG, des Bundesversicherungsamtes sowie des GKV-Spitzenverbandes an. Er hat die Aufgabe, auf Basis der amtlichen GKV-Statistiken die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben sowie der Versichertenzahl des jeweils laufenden Jahres zu bewerten und eine Prognose über die weitere Entwicklung im Folgejahr zu treffen. Das BMG legt auf dieser Grundlage im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag fest und gibt dies jeweils bis zum 1. November eines Kalenderjahres bekannt. (stp)

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