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24.04.2017 // Ärztestatistik 2016

Wieder mehr Ärzte in Deutschland – bei immer weniger Praxen

Die Zahl der in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte hat sich im Jahr 2016 auf 378.607 erhöht. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 2,1 Prozent. Von ihnen arbeiten 194.401 im Krankenhaus. Deutlich kleiner ist die Gruppe der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte mit 151.989. Hinzu kommen 32.217 Mediziner, die bei Behörden, Körperschaften und in sonstigen Bereichen beschäftigt sind. Ihr Anteil blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 8,5 Prozent unverändert. Die Zahlen hat die Bundesärztekammer (BÄK) heute bekannt gegeben.

„Unsere Gesellschaft altert, und die Ärzteschaft altert mit. Fast jeder vierte niedergelassene Arzt plant, in den nächsten fünf Jahren seine Praxis aufzugeben“, warnt jedoch BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery. Dies wären etwa 30.000 Ärztinnen und Ärzte. Im Vergleich zu 2015 stieg zwar die Zahl der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte um 1.883 auf 151.989, jedoch sank zugleich die Zahl der in Praxen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte um 1.094 weiter auf 119.641. 2015 waren es noch 120.733 und 2014 121.641.

Der Zuwachs unter den ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten geht allein auf die dort angestellten 32.348 Kolleginnen und Kollegen zurück, das sind zehn Prozent mehr als 2015 und sogar 23 Prozent mehr im Vergleich zu 2014. Ob diese Entwicklung auf eine steigende Anzahl von Ärztinnen und Ärzten zurückzuführen ist, die sich ambulant weiterbilden lassen, oder hier sich bereits jetzt ein Trend für die künftige ambulante ärztliche Tätigkeit zeigt, ist offen, da nur wenige Kammern Daten darüber vorhalten, welche ihrer Mitglieder sich weiterbilden.

Eine kontinuierliche Steigerung verzeichnen die Statistiker im stationären Bereich, in dem 2016 insgesamt 194.401 Ärztinnen und Ärzten arbeiteten. 2015 waren es 189.622, 2014 noch 186.329.

Immer mehr angestellte Ärzte entscheiden sich allerdings gegen eine Vollzeitstelle, so die BÄK. Für die Versorgung der Patienten bedeute dies, dass mehr Köpfe gebraucht würden, um die gleiche Menge an Arbeit zu leisten. Diesen Zusammenhang zwischen mehr Teilzeitarbeit und weniger Arztstunden müsse die Politik endlich anerkennen, fordert die BÄK, die selbst lediglich auf Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) verweist. Demnach sei der Anteil der Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Teilzeitanstellung allein im Jahr 2015 um 10,6 Prozent gestiegen. Insgesamt arbeiteten laut KBV 2016 rund 20 Prozent in Teilzeit, 2009 waren es noch lediglich vier Prozent. Im stationären Sektor kamen laut einer Statistik der Deutschen Krankenhausgesellschaft für das Jahr 2015 auf die knapp 190.000 der dort tätigen Ärztinnen und Ärzte lediglich rund 155.000 Vollzeitäquivalente. Der Anteil an ärztlichen Teilzeitkräften in Kliniken liegt damit sogar noch deutlich über dem im ambulanten  Bereich. (stp)

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