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27.07.2017 // Studie

ZI: Medizinische Versorgung wird zunehmend ambulanter

Der Anteil ambulant erbrachter ärztlicher Leistungen an der medizinischen Versorgung steigt. Einer der Gründe ist, dass niedergelassene Ärzte inzwischen immer mehr Fälle behandeln, für die Patienten früher eine Klinik aufsuchen mussten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI). Während zwischen 2011 und 2013 die ambulanten Behandlungen demnach bundesweit um 2,6 Prozent zunahmen, sanken sie die Belegungstage von Krankenhäusern um 0,2 Prozent. Allerdings gebe es erhebliche  regionale Unterschiede. Der verstärkte Trend zur ambulanten Versorgung sei nur in einem Drittel aller Landkreise deutlich ausgeprägt. In den übrigen Kreisen seien hingegen keine oder sogar gegenläufige Entwicklungen zu registrieren.

„Die Studie liefert einen weiteren Hinweis auf die steigende Bedeutung der ambulanten Versorgung“, erklärte ZI-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. Anderen Studien zufolge könnten „im Idealfall“ etwa zwölf Prozent aller Krankenhausfälle auch ambulant behandelt werden. Würden die vermeidbaren Notfallaufnahmen im Krankenhaus zusätzlich berücksichtigt, komme man auf insgesamt 20 Prozent vermeidbare Krankenhausfälle, so von Stillfried.

Das ZI untersuchte für seine Studie 4.200 Abrechnungsziffern, die sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden oder Leistungen betreffen, mit denen Einweisungen vermieden werden können. In die Untersuchung flossen auch Krankenhausfälle ein, die durch eine vorausschauende ambulante Behandlung grundsätzlich vermeidbar sind oder ebenso in einer niedergelassenen Arztpraxis hätten versorgt werden können. (stp)

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