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15.05.2015 // 118. Deutscher Ärztetag

Zuständigkeit für ärztliche Weiterbildung muss bei den Ärztekammern bleiben

Der 118. Deutsche Ärztetag hat einstimmig den Erhalt der originären Zuständigkeit der Ärztekammern für die ärztliche Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten gefordert. Diese Zuständigkeit dürfe nicht durch andere Strukturen, die nicht unter der Leitung der Ärztekammern stehen, unterlaufen oder ersetzt werden. Entsprechend lehnt der Ärztetag die Bildung von Kompetenzzentren außerhalb der Ärztekammern im Rahmen der Organisation der Weiterbildung ab. Die Forderung bezieht sich auf Regelungen, die in den aktuellen Entwurf zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) auf einen Vorschlag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hin eingegangen sein sollen.

Demzufolge soll künftig nicht nur die allgemeinmedizinische, sondern auch die fachärztliche ambulante Weiterbildung finanziell gefördert werden. Bis zu 1.000 Stellen seien laut KBV dafür vorgesehen. Für eine bessere Organisation der ambulanten Weiterbildung sollen Kompetenzzentren aufgebaut werden, die bis zu fünf Prozent der Fördersumme erhalten, heißt es in einer KBV-Meldung dazu weiter. Der Bundesärztekammer und den Ärztekammern sollen zur Regelung der Verfahrensweise nach wie nur ein Informationsrecht eingeräumt werden.

„Auch wenn im GKV-VSG vorrangig finanzielle Aspekte bei der Förderung der Weiterbildung geregelt werden, sind bei der Umsetzung der finanziellen Förderung qualitative Aspekte der Weiterbildung (z. B. Verbundweiterbildung) zu berücksichtigen“, heißt es in der Entschließung des Ärzteparlamentes. Die Regelungskompetenz der Ärztekammern dürfe nicht über eine Verknüpfung mit Förderung und Finanzierung untergraben werden, stellte der Ärztetag klar. (stp)

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