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Aktuelles

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14.12.2015 // Literaturliste statt digitalem Skript?

Auf Studierende könnte ab 2017 Mehrarbeit zukommen

In der vergangenen Woche berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, dass Studierende künftig mehr recherchieren müssten. Grund dafür sei die Ankündigung der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) – ein Zusammenschluss von Autoren und Verlagen, der Tantiemen aus Zweitnutzungsrechten einnimmt und an die Urheber weitergibt –, dass die Universitäten ab dem Januar 2016 nicht mehr wie bisher pauschal gegenüber der VG Wort abrechnen können, wenn sie für digital bereitgestellte Skripte zu einer Vorlesung oder anderen Veranstaltungen urheberrechtlich geschützte Zitate oder Quellen verwenden, sondern jede Seite eines Skriptes einzeln gemeldet und bezahlt werden muss. Dies hätte einerseits zur Folge, dass den Universitäten ein hoher bürokratischer Aufwand entstünde. Und andererseits könnte diese Neuerung für die Studierenden bedeuten, dass deren Dozenten künftig ganz oder teilweise auf die Herausgabe digitaler Skripte verzichten und nur noch Literaturlisten anbieten. Dies hieße: Mehr Recherche für die Studierenden.

Nach aktueller Information der Kultusministerkonferenz der Länder habe sich diese mit der VG Wort kürzlich darauf verständigt, die erlaubten Intranet-Nutzungen an öffentlichen Hochschulen im Jahr 2016 nochmals über eine angemessene Pauschalzahlung zu vergüten. Eine entsprechende Meldung und Abrechnung würde damit nicht vor dem 1. Januar 2017 erfolgen. (arn)

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