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Aktuelles

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01.10.2015 // Deutsche Hochschulmedizin

Gegen „Landarztquote“ und PJ-Pflicht in der Allgemeinmedizin

Die spätere Berufswahl oder die Verteilung der Ärzte im Land über das Medizinstudium lösen zu wollen, ist nicht der richtige Ansatz. Zu dieser Einschätzung kommt die Deutsche Hochschulmedizin in ihrer Stellungnahme zum „Masterplan Medizinstudium 2020“. „Es ist nicht ersichtlich, warum Studienbewerber, die außerhalb der Auswahlverfahren der Hochschulen zugelassen werden, später Allgemeinmediziner werden und sich für eine Praxis auf dem Land entscheiden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Quote, die sicherstellt, dass genügend Allgemeinmediziner ausgebildet werden, erscheine in der Praxis nicht umsetzbar. Sie würde bedeuten, dass sich die Studienplatzbewerber gleich zu Beginn ihres Studiums auf ihre spätere ärztliche Tätigkeit festlegen müssten.

Eine Absage erteilt die Deutsche Hochschulmedizin auch der Einführung von Pflichttertialen oder -quartalen im Fach Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr, da es keinerlei Evidenz für die Effektivität einer solchen Maßnahme im Hinblick auf die Berufswahl gebe und dies bei dem bereits vorhandenen Facharztmangel in vielen Disziplinen auch nicht gerechtfertigt erscheint.

Die Deutsche Hochschulmedizin e.V. ist der Dachverband des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands und des Medizinischen Fakultätentages, die die Interessen der 33 Universitätsklinika sowie der 37 Medizinischen Fakultäten in Deutschland vertreten. (arn)

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