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Aktuelles

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25.01.2016 // Positionspapier des Wissenschaftsrats

Grundsätze für nichtstaatliches Medizinstudium

In der Medizin darf es keine Zweiklassenausbildung geben. Das hat der Wissenschaftsrat gefordert und in einem Positionspapier Grundsätze für einheitlich hohe Standards formuliert, die auch für nichtstaatliche Angebote nach deutschem und europäischem Recht gelten sollten.

Der Weg zum Arztberuf führe in Deutschland nur über ein Medizinstudium, das universitären Ansprüchen genügt. Um diesen Ansprüchen und den daraus resultierenden strukturellen Anforderungen an das Medizinstudium Rechnung zu tragen, seien folgende Grundsätze zu beachten:

  • Die Ausbildung müsse in der Gesamtheit von Lehre, Forschung und Krankenversorgung an einer Einrichtung mit einem aktiven Forschungsumfeld und strukturell breit verankerter Forschung stattfinden.

  • Die für die ärztliche Berufsausübung zwingend erforderlichen Kompetenzen müssen durch entsprechend qualifizierte und engagierte Lehrende vermittelt werden.

  • Es seien Kliniken einzubinden, die Lehre und Forschung einen „herausgehobenen Stellenwert“ einräumen. Dies sei durch entsprechende Vereinbarungen sicherzustellen.

Damit diese Grundsätze auch umgesetzt werden, empfiehlt der Wissenschaftsrat Qualitätssicherungsmaßnahmen. So sollten Angebote nach deutschem Recht verpflichtend eine Konzeptprüfung und institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat durchlaufen. Grenzüberschreitenden Angeboten nach europäischem Recht sollte die Option einer solchen Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat als freiwillige Maßnahme ebenfalls angeboten werden. Zusätzlich seien die Länder gefordert, die europarechtlichen Möglichkeiten mit Blick auf eine inländische Qualitätssicherung auszuschöpfen. Mittel- bis langfristig wünscht sich der Wissenschaftsrat einheitliche europäische Standards. (stp)

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