pageUp
  
Aktuelles

Aktuelles

01.03.2017 // Reform des Urheberrechts

Hochschulrektoren und Bibliotheksverband begrüßen Referentenentwurf

Der aktuell diskutierte Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Reform des Urheberrechts wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) begrüßt. Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen, heißt es in einer Stellungnahme, seien die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens sowie den sich daraus ergebenden innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen technischen Bedingungen.

Es bestehe die ernsthafte Gefahr, dass Deutschland ohne entsprechende Reformen zu Gunsten von Bildung, Forschung, Lehre und Unterricht ins Hintertreffen gerate. HRK und dbv nehmen mit großer Irritation wahr, dass Interessenvertreter des Verlagswesens beim Versuch, diese Gesetzesreform zu blockieren, auch zu falschen und irreführenden Behauptungen greifen. HRK und dbv haben zu folgenden Themenkomplexen Stellung bezogen: separate Erlaubnisregelungen, Pauschalvergütung, gesetzliche Erlaubnis von Einzelverträgen, Text und Data Mining.

Bund, Länder und Kommunen geben derzeit etwas mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr für die Zugänglichmachung von urheberrechtlich geschützten Werken im Wissenschaftsbereich aus. Davon werden nur rund 2,5 Prozent, nämlich etwa 26,5 Millionen Euro, über Verwertungsgesellschaften ausgezahlt; die überwältigende Restsumme geht direkt an den herstellenden und verbreitenden Buchhandel. Auch nach einer Umsetzung der Urheberrechtsreform ist nicht zu erwarten, dass die Ausgaben für wissenschaftliche Literatur in den nächsten Jahren sinken werden. (arn)

Weitere Informationen

Kontakt

Hartmannbund

Kurfürstenstraße 132

10785 Berlin

Telefon: 030 206208-0

Telefax: 030 206208-49

E-Mail: hb-info@hartmannbund.de

Pressestelle