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Aktuelles

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31.10.2018 // Uniklinik Saarland

Konzept zur PJ-Reform

Mit einem Zehn-Punkte-Papier hat die Uniklinik des Saarlandes ihr Praktisches Jahr reformiert, um das Erlebnis PJ für die Studierenden so effektiv wie möglich zu gestalten:

  1. Werbung fürs PJ: Das Blockpraktikum als „Vorstufe zum PJ“ wurde inhaltlich und organisatorisch überarbeitet. In dem neuen Flyer und Broschüre, die zielgruppenspezifisch verteilt werden, präsentiert sich das Klinikum als attraktiver PJ-Standort.
  2. Frühzeitige Infoveranstaltungen: Seit 2016 gibt es für alle Studierenden im klinischen Studienabschnitt regelmäßig einmal im Wintersemester Infoveranstaltungen. Es stellen sich alle fünf Kliniken für Innere Medizin und alle vier Kliniken für Chirurgie sowie möglichst viele Wahlfächer vor. Pro Fach sind neben den Lehrbeauftragten auch einige aktuelle PJ-Studierende anwesend und beantworten Fragen.
  3. Organisatorisches: Am ersten Tag des PJ-Tertials erhalten alle PJ-Studierenden schon bei der Einführung unter anderem eine Liste mit allen PJ-Beauftragten, Direktoren und zuständigen Sekretärinnen. Dort lernen sie auch die PJ-Beauftragten der Kliniken kennen. Außerdem erhalten die PJler „zum Ausdruck der Wertschätzung“ einen Ausweis wie Ärzte.
  4. Leichte Übersicht: Logbücher und individuelle PJ-Curricula sind auf der Webseite des UKS nun leichter zu finden, sie müssen von Lehrenden und PJ-Studierenden umgesetzt werden. Das allgemeine PJ-Curriculum wurde in diesem Zuge überarbeitet und aktualisiert.
  5. Persönliche Gespräche: Zu Beginn und Ende des Tertials findet je ein individuelles persönliches Gespräch zwischen dem PJ-Studierenden und dem Chef statt.
  6. Übungsprüfung als Vorbereitung auf das Examen: Studierende haben die Chance, freiwillig Testprüfungen abzulegen – vor dem Chef oder einem motivierten Oberarzt, der im Staatsexamen selbst prüft.
  7. Strukturelle Verbesserung der Lehre: Die PJ-Lehre wurde insgesamt stärker personalisiert. Seit Februar 2017 gibt es eine „Homburger PJ-Faculty“, der Dekan, Studiendekan und PJ-Beauftragte der Fakultät, vier Studierende, alle Klinikdirektoren und insbesondere alle PJ-Lehrbeauftragte angehören. Sie trifft sich regelmäßig alle drei Monate und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des PJ. Sie bestimmt auch über besondere Lehrmittel und einen Förderpreis für gute Lehre im PJ.
  8. Peer-Review: Der Chef und der PJ-Beauftragte einer Klinik überprüfen als Fachfremde die PJ-Ausbildung einer anderen Klinik zusammen mit deren Chef und PJ-Beauftragten kritisch. Dies geschah zunächst zwischen „befreundeten“ Kliniken (zum Beispiel Augenklinik und Gastroenterologie, Pädiatrie und Augenheilkunde), die ihre PJ-Ausbildung evaluieren und dadurch verbessern wollen.
  9. Aufwandsentschädigung: „Die in ihrem Studium geleistete Arbeit der PJ-Studierenden am Patienten und bei der Dokumentation stellt einen wesentlichen Beitrag zur Patientenversorgung – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels – dar“, heißt es im Konzept. Früher erhielten die PJler am UKS kein Geld, seit Oktober 2016 wird – auf Betreiben der Task Force PJ-Lehre – für das erste Tertial 160 Euro pro Monat, für das zweite Tertial 240 Euro pro Monat und für das dritte Tertial 400 Euro monatlich bezahlt. Das angestrebte Ziel seien 500 Euro pro Monat ab dem ersten Tertial.
  10. Evaluation: Das PJ wird nicht nur klinikbezogen, sondern auch dozentenbezogen evaluiert.

Der Hartmannbund Landesverband Saarland begrüßt die Entscheidung der Uniklinik Homburg/Saar. Die entsprechende Pressemitteilung finden Sie hier. 

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