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Aktuelles

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25.01.2016 // Uniklinikum Gießen-Marburg

Medizinstudierende beklagen Folgen der Privatisierung

„Die Lehre am Uniklinikum Gießen-Marburg muss wieder aufgewertet und ihre Unabhängigkeit und Qualität sichergestellt werden“, fordert die Asta-Referentin für Hochschulpolitik der Universität Marburg, Elisabeth Kula. Die ärztliche Ausbildung habe sich seit der Privatisierung der Kliniken der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Uniklinik Gießen-Marburg im Jahr 2006 aus Sicht der Medizinstudierenden stetig verschlechtert.

Zehn Jahre nach der Übernahme der beiden Unikliniken durch die Aktiengesellschaft Rhön würden sich nicht nur in der medizinischen Versorgung, sondern auch in Forschung und Lehre verheerende Folgen zeigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Leidtragend seien neben den Patienten und Beschäftigten auch die Studierenden an den medizinischen Fakultäten, denen ihr Recht auf eine gute und unabhängige Ausbildung verwehrt werde.

Die Gewinnorientierung eines privatwirtschaftlichen Konzerns führe zu einer unverantwortlich hohen Arbeitszeitverdichtung bei den beschäftigten Ärzten, die auch Lehraufgaben wahrnehmen. Die Patientenversorgung könne nur durch das Anhäufen von Überstunden gewährleistet werden. Damit bleibe jedoch keine Zeit und Energie mehr für Ausbildung von Studierenden. Auch die Forschung, heißt es weiter, leide durch fehlende Investitionen und Stellen: Promovierende würden schlecht betreut, Promotionsplätze nicht ausreichend geschaffen.

Spätestens jetzt sei klar, „dass das Modell der Privatisierung einer Universitätsklinik gescheitert ist“, so das Fazit. Freie Lehre und Forschung seien unvereinbar mit der Renditeerwartung eines Konzerns wie Rhön.

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