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Aktuelles

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01.06.2015 // Offener Brief an die Dekanate der Medizinischen Fakultäten

PJ-Aufwandsentschädigung bleibt Dauerthema

Im vergangenen Jahr hat der Hartmannbund die Ergebnisse einer Erhebung zur PJ-Aufwandsentschädigung veröffentlicht, die der Verband bundesweit durchgeführt hatte. Danach zahlten 111 von insgesamt 691 Universitätskliniken und Lehrkrankenhäusern keine PJ-Aufwandsentschädigung. Nur 56 Lehrkrankenhäuser zahlten damals den Bafög-Höchstsatz von 597 Euro im Monat. Nun ist erkennbar: An diesem ernüchternden Ergebnis hat sich auch ein Jahr später nichts Wesentliches geändert. Nach Aktualisierung der Daten im Verlauf der vergangenen zwölf Monate – durch Informationen der Fakultäten, Lehrkrankenhäuser und Medizinstudierenden – und trotz zahlreicher Aufrufe und Appelle der Medizinstudierenden des Hartmannbundes an die Fakultäten, Universitätskliniken und die Politik sind die Zahlen im Vergleich zum Frühjahr 2014 in etwa gleich geblieben: 112 von aktuell insgesamt 701 Universitätskliniken und Lehrkrankenhäusern zahlen keine Aufwandsentschädigung. Nur noch 52 Lehrkrankenhäuser zahlen 597 Euro im Monat. Spitzenreiter der „Nichtzahler“ sind auch weiterhin Berlin (30 mal 0 Euro), Hamburg (15 mal 0 Euro) und Bayern (35 mal 0 Euro). Immerhin: Auch weiterhin zahlt gut die Hälfte zwischen 201 und 400 Euro im Monat; viele Kliniken bieten zusätzlich Sachleistungen an (zum Beispiel Unterkunft, Fahrtkosten, Mahlzeiten).

Vor diesem Hintergrund und im Vorfeld des bevorstehenden Medizinischen Fakultätentages am 4. und 5. Juni in Kiel hat der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Theodor Uden, einen offenen Brief an die Dekanate der Medizinischen Fakultäten geschrieben und die Dekane um Unterstützung gebeten, dieses für die Medizinstudierenden so wichtige Thema auf dem Medizinischen Fakultätentag aufzugreifen und nach einer gemeinsamen Lösung hinsichtlich der Einführung einer bundesweit einheitlichen PJ-Aufwandsentschädigung in Höhe von 597 Euro monatlich zu suchen.

Der Hartmannbund fordert seit langem die Einführung einer monatlichen PJ-Aufwandsentschädigung in Höhe von 597 Euro gemäß dem in der Approbationsordnung angegebenen BaföG-Höchstsatz. Auch der 117. Deutsche Ärztetag hat 2014 den Gesetzgeber und die für die Festsetzung der PJ-Aufwandsentschädigung verantwortlichen Ausbildungsstätten – also die Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser – aufgefordert, allen PJ-Studierenden eine entsprechende Aufwandsentschädigung zu zahlen. Selbst auf dem Medizinischen Fakultätentag 2014 in Frankfurt sind Stimmen laut geworden, dass es eine einheitliche Regelung geben müsse. So hatte sich zum Beispiel der Studiendekan der Medizinischen Fakultät Göttingen, Prof. Gerhard Burckhardt, dafür ausgesprochen, allen PJ-Studierenden 400 Euro in bar zu zahlen plus maximal 197 Euro ausgewiesene Sachleistungen. (arn)

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