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Aktuelles

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30.06.2017 // 21. Sozialerhebung

Studierende haben im Schnitt 918 Euro monatlich – Wohnen ist am teuersten

Studierende in Deutschland verfügen durchschnittlich über 918 Euro im Monat und somit über 76 Euro mehr als noch 2012. Mit 86 Prozent bekommen fast alle Studierenden finanzielle Unterstützung von ihren Eltern, zugleich sind 61 Prozent erwerbstätig, während nur 18 Prozent eine staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. Zudem sind sechs Prozent der Studierenden Eltern.  Das sind Ergebnisse der 21. Sozialerhebung, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung durchgeführt hat. Mit den Daten will das DSW gegenüber Politik und Öffentlichkeit darlegen, welche Maßnahmen der Bildungs-, Hochschul- und Sozialpolitik wichtig sind, um die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden zu verbessern.

Die größten Kostenblöcke der Studierenden sind Wohnen, Ernährung und Mobilität. Verhältnismäßig stark gestiegen sind neben den monatlichen Wohnkosten – von 294 Euro im Jahr 2012 auf 323 Euro im Jahr 2016 – die Ausgaben für Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente: 2012 waren es noch 62 Euro im Monat, vier Jahre später schon 80 Euro. Die teuersten Städte sind Hamburg mit 387 Euro sowie Köln und Frankfurt am Main mit jeweils 375 Euro monatlichen Mietkosten. Günstig ist es hingegen in Leipzig und Dresden mit jeweils 264 Euro und Jena mit 265 Euro. Am häufigsten wohnen die Studierenden in einer Wohngemeinschaft. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für die Ernährung bezifferten die Befragten mit 168 Euro und Mobilitätskosten mit 94 Euro. Die finanzielle Unterstützung der Eltern liegt im Schnitt bei 541 Euro monatlich, wer neben dem Studium arbeiten muss, verdient damit durchschnittlich 384 Euro. Der durchschnittliche BAföG-Fördersatz liegt bei 435 Euro im Monat (der Höchstsatz für nicht bei den Eltern lebende Studierende liegt bei 670 Euro).

Die Erhebung zeigt auch, dass Studierende der Medizin und Gesundheitswissenschaften am seltensten den Studiengang wechseln, nämlich nur 13 Prozent. Zudem ist der zeitliche Aufwand, den Medizinstudierende in das Studium investieren, mit 41 Wochenstunden überdurchschnittlich hoch.

An der der Erhebung zugrunde liegenden Umfrage im Sommer 2016 haben sich mehr als 60.000 Studierende aus 248 Hochschulen beteiligt – das war laut DSW die bislang höchste Beteiligung. Die Befragung wurde erstmals online durchgeführt. Insgesamt studieren derzeit 2,8 Millionen Menschen in Deutschland.

Zur Erhebung

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