pageUp
  
Aktuelles

Aktuelles

11.02.2016 // Mahnruf an die Politik

Verbesserungen der Arbeits- und Lernbedingungen im PJ sind überfällig

Die momentanen Entwicklungen im Rahmen der Erstellung des „Masterplan Medizinstudium 2020“ der Bundesregierung haben die Medizinstudierenden im Hartmannbund und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) zum Anlass genommen, einen Mahnruf an die Politik zu richten. Dazu wurde am 11. Februar ein gemeinsamer Brief an die zuständige Bund-Länder-Arbeitsgruppe verschickt.

In der aktuellen Debatte sehen die Studierenden die große Gefahr einer unsachgemäß starken Fokussierung auf Einzelaspekte des Praktischen Jahres (PJ), während die längst überfälligen Verbesserungen der Arbeits- und Lernbedingungen im PJ nur unzureichend Aufmerksamkeit erhalten. Gerade diese Aspekte sollten aus Sicht der Studierenden jedoch im Zuge einer nach Fertigstellung des Masterplans vermutlich ohnehin erfolgenden Überarbeitung der Approbationsordnung für Ärzte gezielt aufgegriffen und novelliert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, die den Medizinstudierenden wichtigen Änderungen schnellstmöglich einer Gültigkeit zuzuführen – dies vor allem vor dem Hintergrund, dass nach Verabschiedung eines Eckpunktepapiers „Masterplan Medizinstudium 2020“ noch geraume Zeit vergehen wird, bis die daraus resultierenden Regelungen bzw. Maßnahmen umgesetzt werden.

Folgende Punkte sind den Studierenden wichtig:

  • Faire Gestaltung der PJ-Fehltageregelung
    Hartmannbund und bvmd fordern, dass krankheitsbedingtes Fernbleiben vom PJ-Ausbildungsplatz nicht auf das Fehltage-Kontingent angerechnet wird. Den Studierenden muss darüber hinaus ausreichend Zeit für den Wechsel des Ausbildungsortes sowie zur Erholung zur Verfügung stehen.

  • Bundesweit einheitliche PJ-Aufwandsentschädigung
    Hartmannbund und bvmd sprechen sich mit Nachdruck für die Einführung einer bundesweit einheitlichen Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr gemäß des jeweils geltenden BAföG-Höchstsatzes aus. Dabei darf eine Aufwandsentschädigung nicht auf die ggf. bestehende BAföG-Förderung angerechnet werden, sondern muss unabhängig davon ausgezahlt werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ohnehin sozial benachteiligte Studierende nicht zusätzlich belastet werden.

  • Verbindliche  Regelungen der Lehr- und Lernzeiten
    Um die fachliche Nachbereitung im PJ zu gewährleisten, muss den Studierenden mindestens ein Fünftel der wöchentlichen Ausbildungszeit zur theoretischen Ausbildung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus fordern Hartmannbund und bvmd ein Mindestmaß an strukturiertem Unterricht im PJ von vier Stunden pro Woche.

Offener Brief

Werde Mitglied!

Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Hartmannbund – dem Verband für alle Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende.

 

Erfahre mehr!