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30.05.2018 // Fernbehandlung

Ärztekammer genehmigt zwei weiteren Anbietern Modellversuche

DrEd, ein Anbieter aus London, wird ab Sommer dieses Jahres ausschließliche Fernbehandlungen auch mit Ärzten bestreiten, die in Baden-Württemberg approbiert sind. Dafür hat, wie die Landesärztekammer mitteilt, DrEd zunächst eine zweijährige Genehmigung erhalten. DrEd ist auf Lifestyle-Erkrankungen wie Erektile Dysfunktion und Haarausfall, aber auch auf hausärztliche Themen wie etwa Bluthochdruck, Asthma oder Verhütung spezialisiert. Die von Baden-Württemberg aus erbrachten DrEd-Leistungen müssten die Patienten selbst bezahlen, heißt es. Auf Anfrage würden „jedoch manche privaten Kassen die Behandlungskosten tragen“. Die für DrEd tätigen Ärzte arbeiteten in Teil- oder Vollzeit und würden den Fernkontakt demnach nicht selbst abrechnen.

Eine einjährige Genehmigung zur ausschließlichen Fernbehandlung hat die Ärztekammer zeitgleich auch dem Münchener App-Anbieter Minxli Ltd. erteilt. Minxli will Studenten der Universitäten Heidelberg und Karlsruhe den Fernkontakt zu baden-württembergischen Ärzten via Smartphone ermöglichen. Beide Modellprojekte, versichert die Kammer, würden wissenschaftlich evaluiert und kontinuierlich daraufhin geprüft, „ob Patienten auch bei der ausschließlichen ärztlichen Fernbehandlung die gleiche Qualität und Expertise wie in Praxis oder Krankenhaus geboten wird“.