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13.03.2018 // KVBW

Ankündigung zahlreicher eigener Hausarztpraxen

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) sieht sich im Kampf gegen den Ärztemangelveranlasst, eigene Hausarztpraxen zu betreiben. 20 bis 30 solcher Praxen im Südwesten halte er für realistisch, sagte KV-Vize Johannes Fechner. KV-Chef Norbert Metke sprach von einer „Notfallmaßnahme für einen begrenzten Zeitraum“. Mit dieser Neuerung wird laut KV im Südwesten bereits in diesem Jahr begonnen – wo genau, gab sie nicht bekannt. Dieser Schritt der KV gehört zu einem millionenschweren Masterplan. Dieser soll helfen, mit den bereits jetzt 500 vakanten Hausarztstellen – und weiteren 500 in den kommenden fünf Jahren – umzugehen.

So sollen Übernahmen und Neugründungen von Praxen sowie die Anstellung von Ärzten in schlecht versorgten Gebieten gefördert werden. Außerdem würden rund 800 Ärzte im Land angesprochen, die aktuell nicht in ihrem Beruf arbeiten. Ein Hospitationsprogramm soll solche Mediziner wieder an die ambulante Versorgung heranführen. Hoffnung setzt die KV auch auf den Einsatz nichtärztlicher Praxisassistentinnen, die die Ärzte entlasten sollen. Allein dafür stehen 16 Millionen Euro zur Förderung bereit. Vorstellbar sei auch eine Ausweitung der telemedizinischen Betreuung, die ab April in Stuttgart und Tuttlingen erprobt wird.