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24.07.2017 // Gemeinsame Umfrage mit der TK

Medizinstudierende: Hausarzt ja – aber nicht als Einzelkämpfer

Für knapp die Hälfte der angehenden Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg kommt eine Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt in Frage. Noch mehr – 58 Prozent – können sich eine Tätigkeit auf dem Land vorstellen. Das hat eine gemeinsame Umfrage mit der Techniker Krankenkasse (TK) unter den Medizinstudierenden des Hartmannbundes in dem Bundesland ergeben. "Die positiven Seiten des Hausarztberufes werden von den Studierenden wieder stärker wahrgenommen", sagte Klaus Rinkel, Vorsitzender des Hartmannbund-Landesverbandes Baden-Württemberg. Während noch etwa 20 Prozent unentschlossen sind, schließen verhältnismäßig wenig – nämlich nur ein Drittel – eine hausärztliche Tätigkeit nach der Weiterbildung für sich aus.

Allerdings bestätigen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) den in früheren Umfragen festgestellten Trend weg von der Einzelpraxis. Die Zahl angestellter Hausärzte hat sich in Baden-Württemberg seit 2012 fast verdoppelt, ihr Anteil an allen Hausärzten stieg damit von 7,85 Prozent auf 14,25 Prozent. Maßgeblich für eine Entscheidung pro hausärztliche Tätigkeit ist die Möglichkeit, Patienten über einen langen Zeitraum zu begleiten und das große medizinische Spektrum, das Hausärzte abdecken. Allerdings müssen dann auch noch die Rahmenbedingungen stimmen: "Gute Kinderbetreuung und damit auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht an erster Stelle bei der Entscheidung, ob auch eine Tätigkeit als Landarzt in Frage kommt", betonte Rinkel.

An der Umfrage haben sich rund 300 Studierende beteiligt. Das entspricht einer Rücklaufquote von zehn Prozent. (stp)

Pressemitteilung

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