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22.11.2017 // Niedersachsen

Künftige Landesregierung plant auch Substitution ärztlicher Leistungen

Im Bund sind die „Jamaika-Gespräche“ gescheitert. In Niedersachsen steht die große Koalition. Für den Gesundheitsbereich heißt dies auf den ersten Blick:  Zusätzliche finanzielle Mittel, Ausbau der MVZ-Strukturen und auch die Substitution ärztlicher Leistungen steht offensichtlich auf der Tagesordnung. Um vor allem im Bereich der Hausärzte, einiger Facharztgruppen und bei den Hebammen Versorgungsengpässe zu beseitigen, sieht der Koalitionsvertrag ausdrücklich vor, „auch die Substitution ärztlicher Leistungen zu unterstützen“. Im Bereich der Digitalisierung sollen Modellprojekte gefördert werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Nutzen für Patienten und dem Schutz persönlicher Daten. Wie auch auf Bundesebene dabei ganz vorne: Die elektronische Patientenakte.

Unterstützt will die rot-schwarze Regierung die im Masterplan Medizinstudium 2020 vereinbarten Änderungen im Medizinstudium. Darüber hinaus sollen – dies war schon früh im Verlauf der Verhandlungen durchgesickert – 100 bis 200 neue Medizinstudienplätze geschaffen werden. Auch ein weiteres Brennpunktthema der aktuellen Gesundheitspolitik findet sich im Koalitionsvertrag wieder. So sollen im Bereich der Notfallversorgung der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst und die Notaufnahme der Krankenhäuser zusammengeführt werden. In Modellprojekten soll diese Zusammenarbeit neu strukturiert werden.