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10.09.2018 // Landesregierung NRW

Quereinstiegskonzept Allgemeinmedizin stößt auf Kritik

Das Konzept der Landesregierung zum Quereinstieg in die Allgemeinmedizin in Nordrhein-Westfalen (NRW) sorgt für Diskussionen. Das in Düsseldorf vorgestellte Programm richtet sich vor allem an Allgemeininternisten, aber auch an Fachärzte für Anästhesiologie und Chirurgie. Es sieht für Quereinsteiger in die Hausarztmedizin künftig ein bis zwei Jahre lang eine finanzielle Förderung von bis zu 9.000 Euro pro Monat vor. Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen finanzieren dies je zur Hälfte. Profitieren von dem Programm sollen zunächst kleinere Kommunen mit bis zu 40.000 Einwohnern. Mit der Förderung sollen insbesondere die finanziellen Einbußen ausgeglichen werden, die ein solcher Quereinstieg in der Regel während der Weiterbildungs- oder Erfahrungszeit gegenüber der Tätigkeit im Krankenhaus zur Folge hat.

Das Vorhaben hat scharfe Kritik des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hervorgerufen, weil damit Ärzte abgeworben würden, welche die Kliniken dringend benötigten. Auch der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) sieht das Konzept „völlig in die falsche Richtung“ gehen.