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13.06.2017 // Koalitionsverhandlungen

Schwarz-Gelb will die Landarztquote

Die künftigen Regierungsparteien in Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen zehn Prozent der Medizinstudienplätze an Bewerber vergeben, die sich nach ihrer Aus- und Weiterbildung zur ärztlichen Tätigkeit in einer ländlichen Region verpflichten. Darauf haben sich Medienberichten zufolge CDU und FDP in ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt. Des Weiteren sollen die künftigen Koalitionspartner vereinbart haben, dass künftig alle medizinischen Fakultäten einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin erhalten sollen. Auch hätten sie ihren Willen erklärt, Ärztinnen und Ärzte gleichmäßiger verteilen zu wollen. Der Koalitionsvertrag soll am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die sogenannte Landarztquote ist als Bestandteil des Masterplans Medizinstudium 2020 umstritten. Während Ärzteschaft und Medizinstudierende sich wiederholt dagegen ausgesprochen haben, erhofft sich die Politik davon ein Ende des Hausarztmangels in strukturschwachen Regionen. In den Beschlüssen zum Masterplan ist die Landarztquote als Empfehlung formuliert. Somit steht es den Ländern frei, diese einzuführen. Bislang planen Bayern und Niedersachsen ebenfalls die Einführung der Quote. (stp)