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01.06.2018 // Landarztmangel

Landesregierung erwägt Prüfung der Landarztquote

In Rheinland-Pfalz sind erste Weichen für eine mögliche Landarztquote gestellt worden. Die Union hat einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem sie ein Stipendienprogramm für Medizinstudenten in Kombination mit einer Landarztquote fordert. Die SPD-geführte Landesregierung kündigte die Prüfung einer solchen Quote an. Sie wolle jetzt ein Konzept zusammen mit dem Wissenschaftsministerium erarbeiten - die zuständigen Ausschüsse im Landtag sollen weiter darüber beraten.

Der Hartmannbund Landesverband Rheinland-Pfalz lehnt die geplante Landarztquote ab. "Eine Quote, wie sie die Regierungskoalition in Rheinland-Pfalz plant, lehnt der Hartmannbund entschieden ab. Sich mit noch nicht mal 20 Jahren auf 20 Jahre Studium und Berufsleben festlegen zu müssen, läuft dem Menschenbild einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung und einer freien Berufsausübung zuwider. Interessen und mögliche Tätigkeitsfelder kristallisieren sich meist erst während des Studiums heraus. Zudem kolportiert die Notwendigkeit einer Verpflichtung ein katastrophales Bild von der ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum: Soll das etwa Attraktivität vermitteln?", so Dr. Christian Schamberg-Bahadori, Landesvorsitzender des Hartmannbundes Rheinland-Pfalz.