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26.06.2018 // 28. Sächsischer Ärztetag

Delegierte stimmen ausschließlicher Fernbehandlung zu

Die Delegierten des 28. Sächsischen Ärztetages haben eine Änderung der Berufsordnung für Ärzte beschlossen und so den Weg für eine alleinige Fernbehandlung frei gemacht. Demnach ist eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien künftig im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Aufklärung, Beratung und Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird.

Nach In-Krafttreten der Änderung voraussichtlich zum 1. September 2018 können sächsische Ärzte in eigener Verantwortung ihre Patienten über digitale Anwendungen behandeln. Der Fernbehandlung sind laut Landesärztekammer Sachsen jedoch Grenzen gesetzt, wenn ein Arzt seiner ärztlichen Sorgfaltspflicht am Telefon oder Computer nicht nachkommen kann. Dann müsse der Patient weiterhin persönlich in die Praxis kommen. Der 121. Deutsche Ärztetag hatte schon Anfang Mai in Erfurt die Änderung der Muster-(Berufsordnung) zur ausschließlichen Fernbehandlung beschlossen. Die Landesärztekammern müssen darüber entscheiden, ob sie diese Änderung übernehmen.