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25.04.2018 // Arztnetze – Lösung vieler Probleme? Nutzen, Hoffnungen, Herausforderungen und Gefahren

Landesdelegiertenversammlung der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Arztnetze bieten regionale Versorgungslösungen und Kollegialität statt bundeseinheitlicher Versorgungssteuerung - zu diesem Fazit gelangten die Delegierten der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am vergangenen Wochenende im Rahmen des öffentlichen Teils ihrer Landesversammlung. 

Im internen Teil der Landesversammlung bekräftigen die Landesdelegierten den bereits 2017 in der Hauptversammlung des Hartmannbundes beschlossenen Antrag mit der Forderung des Leistungserbringerstatus für anerkannte Arztnetze, in dem die Forderung an den Gesetzgeber gerichtet wurde, den von den Kassenärztlichen Vereinigungen nach § 87b Abs.4 SGB V als besonders förderungswürdig anerkannten Netzen den Leistungserbringerstatus nach § 95 Abs. 1a SGB V zuzugestehen.

Die Vertreter der Assistenzärztinnen und Ärzte sowie der Studierenden der drei Landesverbände nutzten die Gelegenheit für einen direkten Austausch und ein kleines Treffen am Rande der Versammlung.

Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem nachstehende Anträge verabschiedet: 

Antrag 1: Vollständige Kostenübernahme der Einbindung der Telematikinfrastruktur für die Vertragsarztpraxen durch die Krankenkassen

Die Landesdelegierten der Hartmannbund-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern eine vollständige Übernahme aller Betriebskosten, die den Vertragsärzten durch die Einbindung der Telematikinfrastruktur (TI) in ihre Praxen entstehen, durch die gesetzlichen Krankenkassen. Darüber hinaus ist der Termin, an dem die angedrohte einprozentige Honorarkürzung greift, aufgrund der Verzögerung in der Bereitstellung der Technik entsprechend zu verschieben. 

Antrag 2: Grundlegende Reform des Honorarsystems: Leistungsgerechte Vergütung mit festen Eurobeträgen

Die Delegierten der Hartmannbund-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern eine grundlegende Reform des Honorarsystems mit einer angemessenen leistungsgerechten und unbudgetierten Vergütung mit festen Eurobeträgen entsprechend der im EBM hinterlegten Preise für alle erbrachten Leistungen.