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Presse

19.05.2017 // Gemeinsame Landesdelegiertenversammlung in Jena

Gesundheitsversorgung 2030: Mehr Zeit für Patienten – weniger unnötige Klinikfälle

Die beiden Vorsitzenden der Hartmannbund-Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt, der Leipziger Allgemeinmediziner Dr. Thomas Lipp und der HNO-Arzt Dipl.-Med. Bruno Jung aus Aschersleben, sind von den Delegierten ihrer Landesverbände in ihrem Amt für weitere vier Jahre bestätigt worden. Einen Wechsel gab es im Landesverband Thüringen: Neuer Vorsitzender ist Dr. Jörg Müller, Augenarzt in Gera. Alle drei Landesvorstände freuen sich über das Engagement der jungen Generation. So sind mit Wenke Wichmann (Sachsen), Jens Hildebrandt (Sachsen-Anhalt) und Nicole Aderhold (Thüringen) in jedem Landesvorstand auch Ärzte in Weiterbildung vertreten. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, alle Arztgruppen und Generationen in unsere Landesspitzen zu integrieren und so eine zeitgemäße und zukunftsfähige Berufspolitik für die kommenden vier Jahre zu sichern“, sind sich die Vorsitzenden der drei Länder Lipp, Jung und Müller einig.

Inhaltlich setzten sich die Landesdelegierten mit der Gesundheitsversorgung 2030 und den Optionen für eine intelligente Steuerung der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen auseinander. Trotz sinkender Einwohnerzahlen steigt langfristig der Versorgungsbedarf in Mitteldeutschland. Die Delegierten verständigten sich darauf, dass ein wichtiger Baustein in der Bewältigung dieser Herausforderung der Auf- und Ausbau leistungsstarker ambulanter Strukturen sei. Es gebe insbesondere in Sachsen-Anhalt und Thüringen ein großes Potenzial an ambulant-sensitiven Krankenhausfällen, die ambulant versorgt werden könnten. Dies verhindere nicht nur einen weiteren Anstieg der Kosten, sondern bringe daneben die dringend notwendige Entlastung der Ärzte im Krankenhaus. In beiden Sektoren mangele es systembedingt an der Behandlungszeit für den einzelnen Patienten. Ausreichend Zeit für den Patienten – vor allem im Erstgespräch – diene aber der Qualitätssicherung und könnte wesentlich dazu beitragen, unnötige Krankenhausfälle zu vermeiden.