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Presse

27.01.2012 //

Hartmannbund will GKV-Spitzenverband beim Wort nehmen

Lipp: Ab 170.000 Euro machen wir auch den „Papierkram“

In der Diskussion um die von den Gesetzlichen Krankenkassen ausgelösten Bürokratiekosten hat jetzt der Vorsitzende des Hartmannbundes Sachsen, Dr. Thomas Lipp, dem GKV-Spitzenverband angeboten, ihn beim Wort zu nehmen. Deren Sprecher hatte sinngemäß verlauten lassen, Ärzten mit einem Jahreseinkommen von über 170.000 Euro sei ein bisschen „Papierkram“ zuzumuten. „Einverstanden“, sagt Lipp. Sein konkreter Vorschlag an die Kassen: Ärzte mit einem entsprechenden Einkommen aus GKV-Leistungen werden den „Papierkram“ weiter erledigen, Kolleginnen und Kollegen mit einem darunter liegenden Einkommen werden im Gegenzug von überflüssiger Bürokratie befreit. Dies, so Lipp, werde dann für rund 90 Prozent der Ärzte deutlich mehr Luft für die Beschäftigung mit ihren Patienten schaffen. „Diesen Deal machen wir im Interesse unserer Patienten gerne. Da müssen die Kassen nur einschlagen“.
Lipp wies in diesem Zusammenhang  im Übrigen den Versuch der Kassen zurück, den von ihnen erfundenen Bürokratieaufwand mit Patienteninteressen zu rechtfertigen. „Der Versuch der Kassen, sich immer wieder als die einzig wahren Patientenvertreter zu verkaufen ist schlicht  absurd und das glaubt ihnen auch kein Mensch mehr. Die Patienten haben vor allem das Interesse, dass sich der Arzt Zeit für ihre Bedürfnisse nehmen kann und sich nicht stattdessen mit der Bewältigung überflüssigen Papierkrams für die Kassen herumschlagen muss“.