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Presse

27.09.2016 // Digitaler Gesundheitsmarkt

Lipp: Potential von Gesundheits-Apps für die Patienten nutzen

„Die Nutzung von Gesundheits-Apps und anderen mobilen Anwendungen wird in naher Zukunft normaler Alltag in der medizinischen Versorgung sein und das Miteinander von Patient und Arzt erheblich beeinflussen“, ist sich der Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Sachsen, Dr. Thomas Lipp, sicher. „Wir dürfen aber auch die Risiken nicht aus dem Auge verlieren, denn der digitale Gesundheitsmarkt ist vor allem auch für jene von Interesse, die ihr Handeln einzig am Profit orientieren – ohne jeden Nutzen für oder im schlimmsten Fall sogar zum Schaden der Patienten.“ Es komme dabei entscheidend auf eine verantwortungsvolle Nutzung der gesammelten hochsensiblen persönlichen Gesundheitsdaten an.

„Auch wir Ärzte sehen bei der Integration der sogenannten Mobile-Health-Anwendungen zunächst die Krankenkassen in der Pflicht, für ihre Versicherten unter Einbindung der ärztlichen Selbstverwaltung ein nachhaltiges und sicheres App-Portfolio aufzubauen und zur Nutzung bereitzustellen“, so Lipp. „Den Arztbesuch ersetzen können Gesundheits-Apps allerdings auch künftig nicht.“ Der Leipziger Allgemeinmediziner verweist darauf, dass Gesundheits-Apps schon heute immer dort besonders gut funktionierten, wo Kassen und Ärzte zusammenarbeiteten und empfiehlt daher, noch einen Schritt weiter zu gehen und eine entsprechende gemeinsame Kommission aus Vertretern beider Lager einzurichten.

„Eine gemeinsame Kommission aus Ärzten und Kassenvertretern sorgt im Interesse der Patienten für eine mehrwertorientierte Steuerung künftiger Entwicklungen im digitalen Gesundheitsmarkt“, wirbt Lipp für die Zusammenarbeit, und führt weiter aus: „Die auf mobilem Weg erhobenen digitalen Gesundheitsdaten, die wichtige Bausteine sowohl für die  Versorgungsforschung als auch für die Versorgungsqualität sind, sollten entsprechend genutzt, aber auch besonders geschützt werden.“ Die Daten seien bei Ärzten und Krankenkassen, die als Berufsgruppe bzw. Körperschaft bereits jetzt durch den Gesetzgeber gut kontrolliert seien, bestens aufgehoben.