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15.03.2018 // Notfallversorgung

Gesundheitsminister fordert eine Lockerung im SGB V

Um die Notaufnahmen der Kliniken zu entlasten, hat Schleswig-Holstein bereits 33 sogenannte Anlauf- oder Portalpraxen eingerichtet, die sich meist direkt in den Krankenhäusern befinden. Dort können niedergelassene Ärzte ambulante Notfälle versorgen bislang allerdings nur außerhalb der regulären vertragsärztlichen Sprechzeiten, so regelt es das SGB V. Genau das möchte Heiner Garg, Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister, ändern. Er drängt auf eine Lockerung im Gesetz, die es den Portalpraxen erlaubt, »in begründeten Ausnahmefällen« auch während der üblichen Sprechzeiten Patienten zu behandeln.

Unterstützung für seinen Vorstoß erhält der Minister aus der Kassenärztlichen Vereinigung sowie der Krankenhausgesellschaft SchleswigHolstein.Der Antrag werde nun dem Bundesrat vorgelegt, wie das Gesundheitsministerium in Kiel mitteilte. Demnach könnte sich die Länderkammer bereits am 23. März mit dem Thema befassen.