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Pressemitteilungen

17.11.2017 // Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes

„Der unsichtbare Feind – Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken“

Der Hartmannbund hat den Film „Der unsichtbare Feind – Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken“ des NDR-Autorenteams Christian Baars, Christine Adelhardt, Britta von der Heide und Elena Kuch mit seinem diesjährigen Film- und Fernsehpreis ausgezeichnet.

Der Film, erstmalig ausgestrahlt im Mai 2017, wurde aus 36 eingesendeten Beiträgen ausgewählt und geht den zunehmenden Antibiotikaresistenzen auf den Grund.

Jedes Jahr sterben weltweit, mit steigender Tendenz, rund 700.000 Menschen an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Keimen. Die Erreger werden immer gefährlicher und die Waffen immer stumpfer. Neben der ungezielten und unsachgemäßen Anwendung von Antibiotika trägt auch die Herstellung von Antibiotika, das zeigt die Dokumentation in erschreckendem Maße, zur Ausbildung von Resistenzen bei. Die Autoren haben über den „unsichtbaren Feind“ nicht nur eine packende Story gemacht, sondern, gemeinsam mit Infektionsexperten, selbst den Beweis geführt, dass Abwässer in Indien verseucht und somit eine erhebliche Gefahr für die Menschen vor Ort und in der ganzen Welt sind. Jeder geschwächte Patient ist potentiell gefährdet. Der Film zeigt schwere Schicksale und erklärt anschaulich die Mechanismen, derer sich der „unsichtbare Feind“ bedient. Und die Journalisten suchen nach Verantwortlichen. Antibiotika-Hersteller wiegeln ab. Pharmafirmen, ihre Auftraggeber, und die Politik verweisen auf internationale Regeln. Am Ende ist es der Kostendruck im Gesundheitswesen, dem die billige und unkontrollierte Produktion von Arzneimitteln in Schwellenländern geschuldet ist.

„Es ist ein hervorragender Film, mit dem die Autoren ein brisantes Thema mit großem Engagement aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt haben. Ein Film, der beeindruckt durch seine journalistische Tiefgründigkeit, seinen Mut und Bilder, die im Gedächtnis bleiben sowie seine medizinische und gesellschaftliche Relevanz“, so der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt.  

Der Film- und Fernsehpreis wird im Rahmen der Hauptversammlung des Hartmannbundes am 17. November an die Autoren Christian Baars, Christine Adelhardt, Britta von der Heide und Elena Kuch verliehen.

Der Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes wurde 1966 als ideeller Preis gestiftet und wird 2017 zum 45. Mal verliehen. Er soll einen Ansporn setzen, dass die großen, mit dem lebenden Bild arbeitenden Massenmedien in ihrer Darstellung der Wirklichkeit ärztlichen Handelns Rechnung tragen. Der Jury gehören an: Ute Pauling – Journalistin, bis 2017 Redakteurin beim WDR, Dr. Annette Tuffs, Leiterin Kommunikation und Pressesprecherin beim Max-Delbrück-Zentrum, Egbert Maibach-Nagel, Chefredakteur des Deutschen Ärzteblattes, Wolfgang van den Bergh, Chefredakteur der Ärzte¬zeitung und Dr. Eckart von Hirschhausen.

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