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Pressemitteilungen

09.01.2020 // Referentenentwurf zur Notfallversorgung

Hartmannbund begrüsst den Verbleib der Sicherstellung in ärztlicher Hand

Der Hartmannbund hat in einer ersten Stellungnahme den heute bekannt gewordenen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung grundsätzlich begrüßt. „Wir nehmen vor allem wohlwollend zur Kenntnis, dass – gegenüber ersten Planungen – die Sicherstellung der Notfallversorgung in ärztlicher Hand bleiben und nicht an die Länder übertragen werden soll“, sagte der Sprecher des Hartmannbundes, Michael Rauscher, am Donnerstag in Berlin.

Zu begrüßen sei darüber hinaus, dass der Referentenentwurf eine extrabudgetäre Honorierung der Notfallversorgung vorsehe. Dies begünstige die Chancen, einvernehmlich zu den im Entwurf vorgesehenen Kooperationsvereinbarungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenhäusern zum gemeinsamen Betrieb von Integrierten Notfallzentren gelangen zu können. Trotzdem dürfe man gespannt sein, in welchem Ausmaß es gelinge, die im Referentenentwurf sehr allgemein formulierten Regelungen zu betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekten des Betriebes der Integrierten Notfallzentren konfliktfrei umzusetzen. In keinem Falle dürften an dieser Stelle entstehende Konflikte auf dem Rücken von Ärztinnen und Ärzten im ambulanten und stationären Bereich ausgetragen werden.

Mit der Übertragung der „vertragsärztlichen Versorgung 24 Stunden täglich, an sieben Tagen in der Woche, in Fällen, in denen eine sofortige Behandlung aus medizinischen Gründen erforderlich ist“ an die Kassenärztlichen Vereinigungen komme auf diese eine echte Herkulesaufgabe zu. „Es wäre schön, wenn sich das an dieser Stelle von der Politik gezeigte Vertrauen in die Selbstverwaltung auch an anderer Stelle widerspiegeln würde“, sagte Rauscher.

 

 

Pressesprecher

Michael Rauscher

Tel.: 030 206208-11

Fax: 030 206208-711

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