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Pressemitteilungen

16.05.2014 // „Studierende begeistern und nicht verpflichten!“

Hartmannbund fordert öffentliche Fördermittel für Ausbildung in der Allgemeinmedizin

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen über die Stärkung der Allgemeinmedizin und die sich abzeichnenden Probleme in sogenannten unterversorgten Gebieten hat sich der Hartmannbund erneut gegen ein Pflichtquartal Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr (PJ) ausgesprochen. Stattdessen könnten durch die Bereitstellung öffentlicher Fördergelder zusätzliche Anreize für mehr Ausbildungsplätze in der Allgemeinmedizin geschaffen werden.

Eine Ausbildungsvergütung für Medizinstudierende und eine angemessene Förderung der Lehrpraxen würde für beide Seiten einen effektiven Anreiz schaffen, zeigte sich Hartmannbund-Vorstandsmitglied Dr. Philipp Ascher überzeugt. „Für die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen würde es so wirtschaftlich tragbar, ausreichend viele Ausbildungsplätze in der Hausarztpraxis anzubieten“ sagte er. Zudem könnten in der Wahl ihres Weiterbildungsfaches noch unentschlossene Studierende motiviert werden, aus freien Stücken frühzeitig die Allgemeinmedizin näher kennenzulernen.

Vor der bundesweiten Umsetzung einer derartigen Finanzierung könne ein Pilotprojekt Aufschlüsse über die Erfolgschancen eines solchen Modells erbringen, schlug Ascher vor. So zahle zum Beispiel das Land Bayern Allgemeinmedizinern einen Zuschuss von bis zu 60.000 Euro auf ihre Investitionskosten, wenn sich diese in unterversorgten Gebieten niederließen – Mittel, die bislang nicht ausgeschöpft würden. Eine Förderung in der PJ-Phase könnte lange vor einer geplanten Niederlassung ansetzen und damit die Chance erhöhen, angehende Mediziner schon während des Studiums für eine hausärztliche Tätigkeit zu gewinnen.

„Wir müssen junge Menschen für die Allgemeinmedizin begeistern und sollten nicht versuchen, sie durch Veranstaltungen wie das diskutierte PJ-Pflichtquartal in der Allgemeinmedizin zu ihrem Glück zu zwingen", stellte Ascher klar. Nicht zuletzt die unter den 25.000 Studierenden des Hartmannbundes durchgeführte Umfrage habe belegt, dass dies der falsche Weg sei.

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