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Pressemitteilungen

09.09.2011 // Hartmannbund-Umfrage zur Flexibilisierung der Weiterbildung

Junge Ärztegeneration will flexible, familienfreundliche und planungssichere Weiterbildung

„Es ist eine der drängenden Aufgaben der Ärzteschaft, die ärztliche Weiterbildung so zu gestalten, dass sie den Erwartungen junger Ärztinnen und Ärzte an Familienfreundlichkeit, Qualität und Attraktivität gleichermaßen gerecht wird. Wenn wir die nachwachsende Generation im Land und in der kurativen Medizin halten wollen, müssen wir uns dieser Herausforderung stellen.“ Mit diesen Worten kommentierte Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises Aus- und Weiterbildung im Hartmannbund, das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes zur Flexibilisierung der Weiterbildung. Diese habe gezeigt, dass sich die junge Generation eine flexible, familienfreundliche und zugleich planungssichere Weiterbildung wünscht.

„Die Mehrheit der Befragten befürwortet einen modularen Aufbau der Weiterbildung mit klar definierten Einheiten, die mit Teilprüfungen abgeschlossen werden können“, erklärte Schaps. Trotz des zusätzlichen Aufwands, der sich aus mehreren Teilprüfungen ergebe, zögen vor allem die betroffenen Gruppen – die Studierenden sowie die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung – diesen Weg vor, denn er kombiniere Flexibilität mit Planungssicherheit, machte Schaps klar. „Einerseits geben Teilprüfungen Sicherheit in Bezug auf die spätere Anerkennung, andererseits machen Module, die für den einen Facharzttitel obligat und für den anderen fakultativ sind, eine Umorientierung während der Weiterbildung leichter.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage lag auf den Möglichkeiten zur Teilzeittätigkeit. Zwei Drittel der Befragten halten eine Teilzeitweiterbildung von bis zu 25 Prozent der Regelarbeitszeit unter der Maßgabe für sinnvoll, dass sich die tatsächliche Weiterbildungszeit im Vergleich zur vorgesehenen Mindestzeit maximal verdoppelt. „Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung befinden sich in einer Lebensphase, in der die Familienplanung und -gründung eine wesentliche Rolle spielt. Es muss daher möglich sein, während der Weiterbildung vorübergehend auch Teilzeittätigkeiten mit weniger als 50 Prozent der Regelarbeitszeit ausüben zu können“, so Schaps. Das erleichtere den Wiedereinstieg und könne sogar dazu führen, dass auch während einer möglichen Elternzeit die Weiterbildung nicht aussetzt.

„Wir brauchen eine Weiterbildung, die langfristig Bestand hat und nicht dazu beiträgt, den Ärztemangel zu forcieren“, mahnte Schaps. In einem ersten Schritt müsse daher zunächst in einer gemeinsamen, die Berufsverbände einschließenden Arbeitsgruppe eine tragfähige Struktur erarbeitet und konsentiert werden. Erst dann könne über die inhaltliche Ausgestaltung diskutiert werden.

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