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Pressemitteilungen

29.10.2011 // Dr. Klaus Reinhardt neuer Vorsitzender des Hartmannbundes

Klares Bekenntnis zum Arztberuf - Absage an innerärztliche Verteilungskämpfe

Dr. Klaus Reinhardt ist der neue Vorsitzende des Hartmannbundes. Die Delegierten der Hauptversammlung wählten den 51-jährigen Allgemeinmediziner aus Bielefeld am Freitag in Potsdam mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn, der den Verband zuvor sechs Jahre geführt hatte.

Reinhardt ist seit 2005 Vorsitzender des Hartmannbundes in Westfalen-Lippe und seit 2009 stellvertretender Bundesvorsitzender des Hartmannbundes. Reinhardt, Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, unterstrich in einer kurzen Antrittsrede den Anspruch des Hartmannbundes auf die fachübergreifende unabhängige Vertretung ärztlicher Interessen gegenüber Politik und Selbstverwaltung. Der Hartmannbund sei der einzige Ärzteverband, der die Interessen der Ärzte und Medizinstudierenden aller Fachgruppen in Klinik und Praxis gemeinsam vertritt, stellte Reinhardt klar. Eine klare Absage erteilte der neue Hartmannbund-Vorsitzende innerärztlichen Verteilungskämpfen. Derartige Bestrebungen erwiesen sich zunehmend als erfolglos. Nur eine geschlossene Ärzteschaft könne wieder im Zentrum aller gesundheitspolitischen Überlegungen stehen und die Hoheit bei der Entscheidung von Zukunftsfragen zurückgewinnen. Entschieden wandte sich Reinhardt gegen eine weitere Ökonomisierung des Arztberufes. Gesundheitspolitik sei kein geeignetes Feld für ungeregelten Wettbewerb. Zugleich forderte Reinhardt seine Kolleginnen und Kollegen zu einem klaren Bekenntnis zum Arztberuf auf. Bei aller Notwendigkeit, Probleme und Missstände zu benennen, dürfe die junge Ärztegeneration nicht verschreckt werden, in der kurativen Medizin tätig zu werden. Hier will er den Verband künftig noch stärker als zentralen Ansprechpartner und Unterstützer für den Nachwuchs profilieren.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Hartmannbundes wählte die Versammlung den 54jährigen Landesvorsitzenden des Hartmannbundes Baden-Württemberg, den Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Klaus Rinkel.

Thematisch standen in Potsdam vor allem die im Rahmen des geplanten Versorgungsstrukturgesetzes vorgesehenen Maßnahmen zur Niederlassungssteuerung und die Einführung der sogenannten Ambulanten Spezialärztlichen Versorgung (ASV) im Mittelpunkt der dreitägigen Versammlung des Verbandes. Nach intensiven Beratungen formulierten die Delegierten in einem einstimmig verabschiedeten Leitantrag klare Bedingungen an die Einführung der ASV. Grundsätzlich begrüßten die Delegierten die Gesetzesinitiative als Chance für eine bessere sektorenübergreifende Versorgung. Jedoch dürfe sie nicht zu einer Verdrängung bestehender ambulanter fachärztlicher Versorgungsstrukturen in der Fläche führen. Vor allem seien tatsächlich gleiche Rahmenbedingungen für die historisch strikt getrennt entwickelten Sektoren nötig, was nur ein grundlegender Strukturwandel in der GKV insgesamt leisten könne. Die konkrete Ausgestaltung sollten die Beteiligten in dreiseitigen Verträgen regeln, wozu konkret die Definition der spezialärztlichen Leistungen, die Festlegung der Qualitätsanforderungen und die Vergütung auf Basis der ärztlichen Leistung gehören.

Weitere Resolutionen beschäftigten sich mit den geplanten Änderungen an der ärztlichen Approbationsordnung, der Anerkennung von Weiterbildungsabschnitten durch die Landesärztekammern, den Arbeitsbedingungen an Kliniken und der Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte.

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