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Pressemitteilungen

14.06.2013 // Reinhardt warnt vor „Durchpeitschen“ des neuen EBM

„Ohne neues Geld ist das viel Lärm um Nichts“

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat mit Blick auf die für die kommende Woche einberufene Sondersitzung der KBV-Vertreterversammlung vor einem "Durchpeitschen" des neuen Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) gewarnt. Die für den hausärztlichen Bereich geplanten Strukturen seien zwar im Großen und Ganzen grundsätzlich richtig angelegt, eine übereilte Umsetzung ohne entsprechende Simulationsrechnung und gründliche Prüfung der Auswirkungen für die unterschiedlichen Praxissituationen sei aber unverantwortbar. Der strategische Versuch, Grundleistungen im Sinne von Strukturpauschalen extrabudgetär zu vergüten, sei sicher vernünftig, ohne erkennbare Bereitschaft der Kostenträger, tatsächlich auch extrabudgetäres Honorarvolumen bereitzustellen, aber sinnlos. Dies gelte auch für alle vorliegenden Planungen eines Facharzt-EBM. „Auch hier gilt: Ohne klares Signal, dass es dafür auch Geld von den Kassen geben wird, bleibt das reines Wunschdenken und ist viel Lärm um Nichts", sagte Reinhardt.

Der Hartmannbund-Vorsitzende warnte vor übereiltem Vorgehen, das im Ergebnis die Kolleginnen und Kollegen lediglich durch Neuadministration und erneute Umverteilung belaste, ohne dabei – besonders auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Nachbesetzungsprobleme – die dringend benötigte Planungssicherheit zu bieten. „Auch wenn strategisch das Eine oder Andere klug angelegt sein mag, entscheidend sind die ganz praktischen und existenziellen Auswirkungen auf die Ärztinnen und Ärzte“, betonte Reinhardt abschließend.

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