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Pressemitteilungen

12.05.2011 // Winn setzt bei Gesundheitsminister Daniel Bahr auf Kontinuität

Reformpolitik muss konsequent weiterentwickelt werden

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der begonnenen Reformpolitik ist nach Überzeugung des Vorsitzenden des Hartmannbundes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn die größte Herausforderung  der aktuellen Gesundheitspolitik. „Ich bin davon überzeugt, dass Daniel Bahr im Kern die Politik seines Vorgängers fortsetzen wird“, sagte Winn anlässlich der heutigen Vereidigung Daniel Bahrs zum neuen Bundesgesundheitsminister. Dafür spreche allein die Tatsache, dass die in den letzten eineinhalb Jahren entwickelten Konzepte wesentlich von ihm mit geprägt worden seien.

Winn ermutigte den neuen Minister, auch die Politik des offenen Dialoges mit den Partnern im Gesundheitssystem fortzusetzen. "Nur wer Hinweise, Ratschläge und Sorgen ernst nimmt, wird dauerhaft die Probleme unseres Gesundheitssystems lösen", sagte Winn. Aus Sicht des Hartmannbundes seien vor allem die sektorenübergreifende Stärkung der Freiheit der ärztlichen Berufsausübung, ein Vergütungssystem auf Basis der ärztlichen Leistung sowie die Weiterentwicklung eines zukunftsfähigen Finanzierungsmodells der Gesetzlichen Krankenversicherung von zentraler Bedeutung.

„Die aktuellen Vorschläge für das geplante Versorgungsgesetz offenbaren bereits einen Gestaltungswillen, der das dirigistische Moment in der Gesundheitspolitik auf ein Minimum zu beschränken sucht“, lobte Winn. Umso mehr vermisse er jedoch Überlegungen, wie effektive Steuerungselemente in die Gesetzliche Krankenversicherung implementiert werden können. „Eine nachhaltige Lösung, die nicht auf kurzfristige Sparziele setzt, muss die Versicherten stärker in die Verantwortung nehmen, denn deren Bedarf an Gesundheitsleistungen steigt“, mahnte der Hartmannbund-Vorsitzende. Leistungsbudgets und Leistungskürzungen basierten auf einer Brückenideologie, die in die Unterfinanzierung führe.

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