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Pressemitteilungen

05.11.2012 // Hartmannbund begrüßt Abschaffung der Praxisgebühr

Reinhardt: Intelligente Lösungen zur Stärkung der Eigenverantwortung sind ohne Alternative

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, begrüßte die Entscheidung, die Praxisgebühr abschaffen zu wollen, und sprach von einem „längst überfälligen Schritt“. Sie habe lediglich der Generierung zusätzlicher Einnahmen für die gesetzlichen Krankenkassen gedient und in den Praxen für unnötige Bürokratie zulasten der Patientenversorgung gesorgt. „Als Paradebeispiel für die irrwitzen Stilblüten deutscher Gesundheitsbürokratie ist die Praxisgebühr ein voller Erfolg – als Instrument zur Steuerung der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen hat sie jedoch kläglich versagt“, kommentierte Reinhardt heute in Berlin die Entscheidung im Koalitionsausschuss.

Nun komme es darauf an, gemeinsam mit der Ärzteschaft intelligente Lösungen zur Steuerung der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen zu entwickeln. Reinhardt: „Solange die Ressourcen begrenzt sind, ist die Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten ohne Alternative.“ Es sei in einem System mit budgetierter Gesamtvergütung auf Dauer schlicht unmöglich, Patientinnen und Patienten auf medizinisch hohem Niveau zu versorgen, wenn der Zugang zu diesen Leistungen ungeregelt und ohne Steuerung bleibt. Dieser Herausforderung müsse sich die Politik stellen, so der Hartmannbund-Vorsitzende. „Ich lade jeden herzlich ein, mit uns gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die allen Beteiligten unter den gegebenen Voraussetzungen gerecht werden“, appellierte Reinhardt an die Politik.

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