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Pressemitteilungen

27.09.2013 // Nach EBM-Debakel und mittelmäßigem Honorarbeschluss:

Reinhardt: Ist das System mit seinem Latein am Ende?

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, sieht das System der ärztlichen Selbstverwaltung – vor allem mit Blick auf die Vertretung ärztlicher Interessen gegenüber den Gesetzlichen Krankenkassen – in einer "prekären Lage". Nach den innerärztlichen Auseinandersetzungen um den neuen EBM sei die ernüchternde Einigung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen zum Honoraranstieg für das Jahr 2014 dafür ein weiteres unübersehbares Indiz. Dabei sei die Tatsache, dass erneut wichtige strukturelle Veränderungen nicht erreicht werden konnten, langfristig gravierender einzuschätzen, als die gerade einmal inflationsbereinigende Erhöhung des Orientierungspunktwertes um 1,3%, die im Kern die Tatsache manifestiere, dass erhebliche Teile der von den Kolleginnen und Kollegen erbrachten Leistungsmenge weiterhin unbezahlt blieben. Reinhardt: „Noch schwerer wiegt die Erkenntnis, dass weiterhin kein Ausweg aus der Flatrate-Systematik erkennbar ist und auch die angekündigte Ausbudgetierung von Grundleistungen zum wiederholten Male auf die lange Bank geschoben wurde. Dies alles nährt in der Summe das diffuse Gefühl, dass hier ein System mit seinem Latein am Ende ist“.

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