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Pressemitteilungen

22.12.2011 // Kritik an Medizinischem Fakultätentag

Reinhardt: Kampf gegen PJ-Mobilität offenbart rückwärtsgewandte Mentalität

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat den Medizinischen Fakultätentag scharf kritisiert. Es offenbare eine "rückwärtsgewandte Mentalität", wenn sich die Universitätskliniken gegen die geplante Mobilität im Praktischen Jahr positionierten. Die neue Approbationsordnung soll es den Studierenden künftig ermöglichen, prinzipiell an allen Lehrkrankenhäusern in Deutschland die jeweiligen Tertiale zu absolvieren. "Stattdessen kämpfen die Universitätskliniken weiterhin für eine de facto Zwangsmitgliedschaft an einem der eigenen Lehrkrankenhäuser, weil sie ganz offensichtlich den Wettbewerb um Qualität scheuen", sagte Reinhardt. Die Unterstellung gegenüber den Studierenden, nur finanziellen Anreizen zu folgen, könne nur als Unverschämtheit bezeichnet werden. In Wirklichkeit sei am Ende die Qualität der Lehre maßgeblich dafür, ob sich Medizinstudierende für eine Tätigkeit in der kurativen Medizin entschieden, so Reinhardt weiter.

Während man sich andernorts endlich Gedanken darüber mache, wie durch eine Steigerung der Attraktivität des Arztberufes der Arztmangel bekämpft werden könne, so Reinhardt, verfolgten die Universitätskliniken eine Obstruktionspolitik mit Nabelschau. Das gedankenlose „Weiter-So“ sei ein Zeichen von Hilfs- und Fantasielosigkeit. Reinhardt: "Damit erfüllen die Universitäten ihren Auftrag nicht! Sie sind Empfänger öffentlicher Gelder und dafür verantwortlich, dass der Versorgungsbedarf durch junge Ärztinnen und Ärzte auch in der Zukunft gedeckt werden kann“. In diesem Sinne hätten sich auch die Universitätskliniken als Gestalter von Zukunft im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu bewähren.

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