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Pressemitteilungen

10.02.2012 // Warnung vor falschen Anreiz-Systemen

Reinhardt: Ökonomische Interessen dürfen ärztliche Freiberuflichkeit nicht untergraben

"Boni machen korrumpierbar und die Berufsordnung zieht hier zu Recht klare Grenzen." Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt hat aus aktuellem Anlass noch einmal ausdrücklich vor falschen Anreiz-Systemen bei der Honorierung ärztlicher Leistungen gewarnt. Im Zusammenhang mit der Diskussion um Bonuszahlungen für Chefärzte an Kliniken kritisierte Reinhardt die Tendenz zur "Stückzahl-Mentalität". "Ärztliche Leistungen und ihre Honorierung müssen sich auch weiterhin ausschließlich an medizinischer Sinnhaftigkeit orientieren", sagte Reinhardt. Darin bestehe der moralische Kern der ärztlichen Freiberuflichkeit. Wer an dieser Stelle argumentiere, dass sich die Ärzteschaft damit aus der wirtschaftlichen Verantwortung stehle, ignoriere schlicht das ärztliche Berufsethos.

Bonus- und Malus-Regelungen seien in jedem Fall inakzeptabel, wenn sie Anreize jenseits medizinischer Plausibilität setzten und Ärztinnen und Ärzte dazu veranlassten, nicht das aus ihrer Sicht Notwendige oder sogar Unnötiges zu tun, stellte der Hartmannbund-Vorsitzende klar. Dies gelte für den am Patienten eingesetzten medizinischen und ärztlichen Aufwand ebenso, wie für die Verordnung medikamentöser Therapien.

"Wir brauchen Vergütungs- und Honorarsysteme, die die Freiberuflichkeit des Arztes und die Unabhängigkeit seiner Entscheidungen im Sinne der Patienten nicht untergraben", so Reinhardt. "Alles andere steht der ärztlichen Ethik fundamental entgegen und fordert unseren klaren Widerspruch."

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