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Pressemitteilungen

22.01.2014 // Diskussion über Behandlungsfehler

Reinhardt: Polemische Panikmache der Krankenkassen ist kein konstruktiver Beitrag zur Fehlervermeidung

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat den Gesetzlichen Krankenkassen vorgeworfen, durch  fortgesetztes demagogisches Agieren eine sachliche Diskussion über möglichen Handlungsbedarf im deutschen Gesundheitswesen zu verhindern. "Wenn jetzt die AOK auf der Basis von Schätzungen und Annahmen die Zahl der Behandlungsopfer an deutschen Krankenhäusern hochrechnet, um sie dann zur Krönung auch noch mit Verkehrstoten in Relation zu setzen, dann ist das unverantwortlich und entzieht jedem konstruktiven Dialog über das Thema Behandlungsfehler die Grundlage", sagte Reinhardt. Dabei würden nicht nur grundlos Millionen Versicherte verunsichert, dieses Vorgehen konterkariere auch jede ernsthafte Bemühung, das Eingestehen von Behandlungsfehlern und deren kritische Aufarbeitung zu befördern.

Reinhardt: "Natürlich geschehen auch in Krankenhäusern Fehler. Niemand ist unfehlbar. Niemand ist aber gleichzeitig auch so daran interessiert, diese Fehler soweit wie möglich zu reduzieren, wie Ärztinnen und Ärzte, die sich der ganz besonderen Verantwortung ihres Berufes sehr bewusst sind.“ Zur Wahrheit gehöre in diesem Zusammenhang im Übrigen aber auch, dass es immer häufiger der nicht zuletzt unter Mitwirkung der Kassen erzeugte ökonomische Druck in den Kliniken sei, der als Fehlerquelle ausgemacht werden müsse.

„Es gilt, gemeinsam Lösungen zu finden, statt sich gegenseitig öffentlich ins Abseits zu stellen“, sagte Reinhardt.

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