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Pressemitteilungen

15.11.2011 // Echte Transparenz für Patienten nur mit Kostenerstattung möglich

Reinhardt: Regierungspläne ignorieren absurdes Honorar- und Abrechnungssystem

„Wer den Patienten echte Transparenz über die von ihm ausgelösten Leistungen und Kosten bieten will, der muss die vertragsärztliche Vergütung grundlegend reformieren und auf Einzelleistungsvergütung und Kostenerstattung setzen“. Mit dieser Feststellung hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, auf Pläne der Unionsfraktion reagiert, Versicherten künftig den Zugang zu ihren Kosten- und Abrechnungsdaten vorgeblich zu erleichtern. Die vorgeschlagenen Änderungen beinhalteten lediglich eine rein bürokratisch-technische Optimierung der Datenflüsse, stellte Reinhardt klar. „Wer da von Transparenz spricht, der ignoriert weiterhin beharrlich, wie ein absurdes Honorar- und Abrechnungssystem nach wie vor jeden Blick auf einen echten Zusammenhang zwischen Leistung und Bezahlung vernebelt“, sagte Reinhardt.

„Aus den Daten, die den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Kassen vorliegen, können Versicherte weder Rückschlüsse auf die Höhe des über Budgets gedeckelten ärztlichen Honorars in ihrem konkreten Fall ziehen, noch auf die Korrektheit abgerechneter Leistungen, da diese zum größten Teil in Pauschalen versenkt sind. Diese Rückschlüsse sind nur im Rahmen der Kostenerstattung möglich, wo der Patient nach der Behandlung eine Rechnung über die erbrachten Leistungen erhält“, so der Hartmannbund-Vorsitzende. „Wer wirkliche Transparenz will, muss die Abschaffung der Budgets, die Abschaffung der Punktwerte, die Abschaffung der pauschalierten Vergütung und die Abschaffung des Sachleistungsprinzips ins Gesetz schreiben. Alles andere – und dazu gehört auch die Patientenquittung – ist Augenwischerei. Denn im bestehenden System wird nichts über die real entstehenden Kosten je Patient ausgesagt, und solange der Patient nicht selbst angemessen an den Kosten beteiligt ist, wird sein Interesse an diesen Informationen eher gering sein.“

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