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Pressemitteilungen

16.01.2014 // Respekt und Bedauern nach Köhler-Rücktritt

Reinhardt: Selbstverwaltung steht jetzt vor entscheidender Herausforderung

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat mit großem Bedauern, aber auch Respekt auf die Rücktrittsankündigung des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Köhler, reagiert. „Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, die wir leider akzeptieren müssen“, sagte Reinhardt. Angesichts der prägenden Rolle Köhlers in den vergangenen Jahren ist der Rücktritt des KBV-Vorsitzenden – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen der letzten Monate – eine echte Zäsur in der Entwicklung der ärztlichen Selbstverwaltung.

Das KBV-System, so Reinhardt, müsse in dieser prekären Situation nun beweisen, dass es in der Lage sei, sich ohne Eingriffe der Politik im Sinne der gesamten Ärzteschaft neu zu organisieren. Ob die Handelnden dabei willens und in der Lage seien, der damit verbundenen großen Verantwortung angemessen gerecht zu werden, bleibt aus Sicht des Hartmannbund-Vorsitzenden abzuwarten.

Reinhardt: „Es gilt jetzt, unverzüglich die innerärztlichen Auseinandersetzungen im Sinne eines fairen Interessenausgleiches zu beenden, um in politisch herausfordernden Zeiten wieder selbstbewusst und geschlossen gegenüber der Politik aufzutreten.“ Das System bedürfe in den kommenden Monaten einer grundsätzlichen Neuordnung, um ein weiteres Auseinanderdriften der Ärzteschaft zu verhindern. „Die Selbstverwaltung steht vor einer grundsätzlichen Bewährungsprobe, in der kein Raum für politische Sandkastenspielchen besteht“, so Reinhardt abschließend.

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