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Pressemitteilungen

06.09.2017 // Reaktion auf „PINO“-Studie

Reinhardt: Strukturen für einen organisierten Zugang zu Gesundheitsleistungen brauchen höchste politische Priorität

Mit Blick auf die gestern veröffentlichte Notfallstudie „PINO“ hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, die Forderung des Hartmannbundes nach intelligenten Instrumenten zur passgenauen Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems bekräftigt. „Wenn mehr als jeder zweite Befragte angibt, er habe die Notaufnahme mit eher ‚niedriger Behandlungsdringlichkeit‘ aufgesucht, dann unterstreicht das den politischen Handlungsbedarf“, sagte Reinhardt. Für ihn habe in der kommenden Legislaturperiode deshalb die Forderung an den Gesetzgeber oberste Priorität, in Abstimmung mit der Selbstverwaltung entsprechende intelligente Lenkungsinstrumente zu entwickeln.

„Für Ärzte ist es wichtigstes Ziel, ihre Patienten individuell, mit ausreichender Zeit und entsprechender Zuwendung zu betreuen. Deshalb brauchen wir – vor allem mit Blick auf endliche Ressourcen – Strukturen für einen organisierten Zugang zum Gesundheitswesen.“ Dieser Weg, davon ist Reinhardt überzeugt, könne auch ohne den Verzicht auf elementare Grundwerte wie zum Beispiel die freie Arztwahl beschritten werden. Reinhardt forderte in diesem Zusammenhang von der künftigen Regierung ausdrücklich mehr Mut. „Natürlich ist es unpopulär, dort künftig umsichtig zu strukturieren, wo es bisher einen völlig freien und ungeregelten Zugang zu Gesundheitsleistungen gibt. Es wird aber ohne die Kraft zu solchen Maßnahmen auf Dauer der Erhalt eines freiheitlichen Systems im Gesundheitswesen nicht zu gewährleisten sein.“

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