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Pressemitteilungen

10.12.2014 // Reinhardt sieht Bund-Länder-Papier skeptisch

Strukturreform und Qualitätsoffensive nicht auf dem Rücken des Klinikpersonals abladen!

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat an Bund, Länder und Klinikträger appelliert, bei der Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten Eckpunkte zur Krankenhausreform den entstehenden Handlungsdruck nicht „beim Klinikpersonal abzuladen“. „Die viel beschworene Qualitätsoffensive ohne qualifiziertes, motiviertes und nicht hoffnungslos überlastetes Personal ist von vornherein zum Scheitern verurteilt“, sagte Reinhardt. Wenn man es wirklich ernst meine mit der stärkeren Implementierung qualitätsorientierter Vergütung oder der Festlegung von Indikatoren zu Prozess-, und Ergebnisqualität, dann müsse vor allem im Bereich des ärztlichen und des pflegerischen Personals stärker als geplant investiert werden. „Dabei darf zum Beispiel neben einer sachgerechten Abbildung des Pflegebedarfs im DRG-System an selber Stelle die adäquate Berücksichtigung der ärztlichen Weiterbildung nicht vergessen werden“, sagte Reinhardt.

Angesichts der weitgehend sehr vage formulierten Vereinbarungen, so Reinhardt, sei es insgesamt schwierig, das Bund-Länder-Papier wirklich seriös zu bewerten: „Wenn wir denn aber einmal ganz mutig sind und die Pläne unter anderem so interpretieren, dass künftig stärker in qualifiziertes Personal als in Beton investiert werden sollte, dann ist dies zumindest grundsätzlich ein begrüßenswerter Ansatz“. Allerdings müsse zum Beispiel die Förderung von spezialisierten Zentren oder der Umbau von Krankenhäusern in ambulante Behandlungszentren mit Weitsicht und unter Berücksichtigung bestehender vertragsärztlicher Strukturen vorgenommen werden. „Nach Schema ‚F‘ wird man hier sicher nicht vorgehen können“, sagte der Hartmannbundvorsitzende.

Reinhardt bekräftigte erneut seinen Zweifel daran, dass es praktikable Kriterien für Ergebnisqualität bei der medizinischen Versorgung geben könne. Insofern gehe er nicht davon aus, dass der G-BA bis Ende 2016 entsprechende Indikatoren erarbeiten könne. Kritisch bewertet Reinhardt auch die Möglichkeit von sogenannten Qualitätsverträgen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen. „Diese Form von Selektivverträgen wird den Kostendruck auf die Krankenhäuser zusätzlich erhöhen, damit das Personal belasten und den Krankenkassen weiter die Möglichkeit einräumen, ins Therapiegeschehen einzugreifen“.

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