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Pressemitteilungen

22.09.2011 // Nach plumper IGeL-Kritik des GKV-Spitzenverbandes

Winn: Diskussionskultur mit dem Holzhammer muss endlich ein Ende haben

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn, hat die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) davor gewarnt, ihre "Diskussionskultur mit dem Holzhammer" fortzusetzen. "Bei allem Verständnis für die Vertretung kontroverser Positionen sollten sich auch die Kassen ein Mindestmaß an kommunikativer Seriosität erhalten, wenn sie weiter als Gesprächspartner ernst genommen werden wollen", sagte Winn. Nach den Kassenattacken wegen angeblich fauler Ärzte und langer Wartezeiten ärgert sich Winn über die aktuell vom GKV-Spitzenverband angestoßene Kampagne gegen Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL).

Winn: „Die rüden und völlig undifferenzierten Attacken des Spitzenverbandvorstands Gernot Kiefer verhindern leider eine im Kern sachbezogene Diskussion." Dabei offenbare die Argumentation des GKV-Vertreters bereits auf den ersten Blick, dass er dringend auf ein paar sachliche Hinweise angewiesen sei. Wie absurd nämlich der pauschale Vorwurf „überflüssiger und unnützer“ IGeL-Leistungen sei, belege allein die Tatsache, dass etliche Leistungen, die inzwischen von den Kassen bezahlt würden, wie Akupunktur oder Hautkrebs-Vorsorge, noch vor kurzem IGeL-Leistungen waren.

Winn: „Anders als Herr Kiefer sehen wir den Patienten als mündigen Partner auf Augenhöhe, dem wir keine ‚unnützen IGeL-Leistungen unterjubeln‘ wollen, sondern dem wir auf Grundlage unseres ärztlichen Ethos die bestmögliche medizinisch notwendige und sinnvolle Leistung anbieten.“

Auch wenn die Krankenkassen natürlich in erster Linie die wirtschaftlichen Interessen ihres Unternehmens im Auge hätten, sollten sie das Entscheidende nicht aus dem Auge verlieren, so Winn: „Wir befinden uns in der gesundheitspolitischen Diskussion nicht an der Front, sondern in der gemeinsamen Verantwortung für unsere Versicherten und Patienten.“

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