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Pressemitteilungen

13.04.2011 // KBV-VV-Beschluss durchschlägt Gordischen Knoten

Winn: Konzepte für Umsetzung des AKR-Beschlusses müssen jetzt rasch auf den Tisch

Der Hartmannbund sieht in der Entscheidung der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die Erfassung der Morbidität künftig durch einen repräsentativen Querschnitt von Arztpraxen erfassen zu lassen, den entscheidenden Durchbruch in der hitzigen Auseinandersetzung um die Umsetzung der umstrittenen Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR). "Damit ist der Knoten durchschlagen", sagte der Vorsitzende des Verbandes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn in Berlin. Die aus einer solchen Erhebung gewonnenen Daten reichten definitiv aus, um die Entwicklung der Morbidität abzubilden, ohne dass ein zusätzliches Bürokratiemonster geschaffen würde.
Winn ermunterte die KBV ausdrücklich, nun unverzüglich Konzepte vorzulegen, auf deren Grundlage der entsprechende Beschluss der Vertreterversammlung umgesetzt werden könne. Dazu müsse dargelegt werden, wie der im Antragstext formulierte "repräsentative Querschnitt" ermittelt werden solle und wie die entsprechenden Kolleginnen und Kollegen für eine Teilnahme an den AKR anschließend gewonnen werden sollen. Darüber hinaus sei unverzüglich zu klären, ob es zur Realisierung des Beschlusses gesetzlicher Änderungen bedarf. Falls dies notwendig sei, so seien auch hier Vorschläge zu entwickeln und dem Bundesgesundheitsministerium vorzulegen.
An den Bundesgesundheitsminister appellierte Winn, die Bemühungen der KBV um eine konstruktive Lösung des AKR-Konfliktes aktiv zu unterstützen und gegebenenfalls notwendige gesetzliche Änderungen entsprechend auf den Weg zu bringen. Die Kassen forderte Winn auf, ihre angekündigte Ablehnung des nunmehr gefundenen Lösungsweges aufzugeben: „Wenn die Kassen weitere Daten für ihr eigenes Versorgungsmanagement benötigen, so müssen sie andere Wege suchen. Zu Lasten der Ärzte und auf Kosten weiteren Bürokratiewahnsinns sei dies allerdings nicht zu machen.“
„Zum Zwecke der Vergütungsbemessung und -aufteilung würde eine Morbiditätserfassung eigentlich gar nicht benötigt, wenn man sich endlich dazu bekennen würde, ärztliche Leistungen als Basis für die Vergütung heranzuziehen und nicht den Gesundheitszustand einer Region“, skizzierte Winn abschließend die nächsten Herausforderungen.

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