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Pressemitteilungen

07.02.2011 // Lauterbach auf Abwegen?

Winn: SPD will Zwei-Klassen-Medizin gesetzlich verankern

Nach Einschätzung des Vorsitzenden des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, hat der offenkundige Rückstand zu CDU und FDP im  Hase-und-Igel-Rennen um die Ausgestaltung des Versorgungsgesetzes beim SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zu einem „ernsthaften Kontrollverlust“ geführt.

Winn: "Anders ist es für mich nicht zu erklären, dass Herr Lauterbach nun ganz offen für die gesetzliche Verankerung der von ihm bisher stets angeprangerten Zwei-Klassen-Medizin eintritt". Nicht anders sei jedenfalls sein im SPD-Gesetzentwurf formulierter Vorschlag zu deuten, dass „die Zulassung als Vertragsarzt künftig eine Pflicht zur bevorzugten Behandlung gesetzlich Versicherter" – offenbar gegenüber privat versicherten Patienten – beinhalten soll. Eine bevorzugte Behandlung von Patienten in Abhängigkeit von ihrer Versicherung sei aber weder berufsrechtlich noch ethisch vertretbar, stellte Winn klar. Das dürfte auch Herrn Lauterbach bekannt sein.

Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund anderer ans Absurde grenzenden planwirtschaftlichen Vorschläge warte man nun gespannt auf erste konkrete Konzepte für ein Versorgungsgesetz aus dem zuständigen Bundesgesundheitsministerium.

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